Gymnasiast in OÖ geohrfeigt: "Unglücklicher Unfall"

Der Verdacht gegen einen vorerst suspendierten Lehrer, der am Gymnasium in Gmunden einen Schüler geohrfeigt haben soll, hat sich bisher nicht erhärtet. Nach derzeitigem Wissensstand dürfte es sich "um einen unglücklichen Unfall" gehandelt haben, teilte der zuständige Landesschulinspektor Günther Vormayr auf Anfrage der APA mit. Er rechnet damit, dass bis Ende der Woche der Fall geklärt sei.


Einem”Kurier”-Bericht zufolge soll der Pädagoge einem Zwölfjährigen einen Schlag ins Gesicht versetzt haben, worauf dieser zu Boden ging. Beim oö. Landesschulrat ging eine Meldung wegen einer “körperlichen Attacke” ein. Nach ersten, getrennten Befragungen der Betroffenen schilderten diese übereinstimmend den Zwischenfall anders.

Vor einem abgesperrten Klassenzimmer warteten demnach zu Stundenbeginn Schüler. Als der Lehrer kam, schob er mit einer Handbewegung die Kinder zur Seite, um die Tür aufschließen zu können. Genau in diesem Moment kam der Zwölfjährige aus der Hocke in die Höhe. Er hatte einen Stift fallen gelassen und hob ihn auf. Dabei habe die Hand des Lehrers den Schüler erwischt. So sei ihm der Sachverhalt geschildert worden, sagte Vormayr. Dass der Pädagoge den Gymnasiasten vorsätzlich geohrfeigt habe, davon sei nicht die Rede gewesen.

Klassenkameraden wollen hingegen laut “Kurier” gesehen haben, wie der Pädagoge zuschlug. Der Bub begab sich daraufhin wegen Schmerzen in schulärztliche Behandlung. Die Causa wird an der Schule noch weiter untersucht. Bis zur endgültigen Klärung bleibt der Lehrer vom Unterricht freigestellt.

Der Pädagoge dürfte allerdings kein unbeschriebenes Blatt sein. Er sei bereits einmal verwarnt worden, bestätigte der Landesschulinspektor. Er neige zu “viel Emotionalität”, sprich er vergreife sich im Ton.

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