Gutes Klima für's Schuhgeschäft

Im vergangenen Jahr hat der Wettergott ein Einsehen mit der Schuhbranche gehabt. Die Zahl der verkauften Paare, das aufgebrachte Geld und die Besuchsfrequenz der Kunden in den Schuhläden stieg 2010 im Vergleich zu den bisherigen Durchschnittswerten prägnant an.

Gesteigerte Kauflust

Durchschnittlich werden etwa sechs Paar Schuhe im Jahr pro Kopf gekauft, dabei werden erwartungsgemäß vier Paar von Frauen und nur zwei Paar von Männern aus den Läden getragen. Diese Statistik war über Jahre hinweg stabil, änderte sich aber nun erstmalig prägnant. Gemessen wurde das anhand der steigenden Umsätze. Die Gründe dafür waren laut Branchenbeobachtern aber nicht etwa gestiegene Preise, sondern tatsächlich höhere Verkaufszahlen – Die Menschen hatten wohl einfach mehr Lust auf Schuhe.

 Für jedes Wetter der Richtige

Branchenkenner und Schuhhändler haben ihre eigene These dafür bereit. Grund für die gestiegenen Verkaufszahlen sei vor allem das Wetter gewesen. Der sehr kalte Winter ließ den Bedarf an wirklich warmen und wetterfesten Winterschuhen steigen, so dass viele mindestens ein Paar Wetterschuhe neben den sonst alltags-, salon- und businesstauglichen Paaren kauften. Kuschelig warme Fellstiefel und robuste wasserfeste Boots leisteten den üblichen Neuzugängen im Schuhregal Gesellschaft. Denn auf elegante Herrenschuhe für’s Büro oder die Pumps für den Abend wollten die Käufer trotzdem nicht verzichten. Im Anschluss an den harten Winter kam dann der wechselhafte Sommer, der mitunter gar tropische Temperaturen mit sich brachte. Das ließ die Verkaufszahlen für Sommervarianten wie Ballerinas, Flip-Flops, Sandalen und leichte Modelle aller Art ansteigen. Insbesondere die Damen leisteten sich gerne zu jedem Outfit ein passendes Paar neuer Schuhe. Ein verkaufssteigernder Faktor dürfte wohl auch die Tatsache sein, dass Schuhe inzwischen nicht mehr nur im Fachgeschäft zu haben sind, sondern auch viele große Modeketten zusätzliche ihre eigene Schuhkollektion feilbieten. Der passende Schuh zum Outfit ist damit schneller gegriffen und der Kauf eines neuen Paars zum neuen Dress liegt im wahrsten Sinne des Wortes nahe.

Trends in Sachen Schuhe

Der europäische Markt stellt sich für die Zukunft auf die zunehmende Konkurrenz aus China ein. Auf Dauer wird dass die Preise drücken und die Konkurrenz härter machen. Trotzdem glauben die Hersteller auch an einen steigenden Export und sehen die aktuell gesunkenen Zahlen noch als Spätfolgen der Krise an. Modisch geht es weiter Richtung Natur. Insbesondere weiches Leder wie Wild- und Nubukleder sowie mehr und mehr textiles Material wird die Schuhmode der nahen Zukunft bestimmen. Farblich soll sich anscheinend Blau und Beige durchsetzen.

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