"Guter Kompromiss": Blümel und Hofer verteidigen Karfreitags-Regelung

Blümel und Hofer verteidigen die Karfreitags-Regelung.
Blümel und Hofer verteidigen die Karfreitags-Regelung. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Nachdem entschieden wurde, dass der Karfreitag für alle Österreicher zum halben Feiertag wird, herrschte dicke Luft nach dem Ministerrat. Auf Fragen der Journalisten reagierte Blümel gereizt.
Hofer überlegt 8.-Dezember-Regelung
Karfreitag wird halber Feiertag
Hofer & Blümel

Für schlechte Stimmung hat am Mittwoch im Pressefoyer nach dem Ministerrat der Koalitionskompromiss zum Karfreitag gesorgt. Konkret war es Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP), der sich über das Nachhaken eines Journalisten verärgert zeigte. Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) wiederum meinte, er würde sich dagegen wehren, gesetzliche Feiertage für Muslime einzuführen.

Auch Protestanten müssen arbeiten

Blümel wurde daran erinnert, dass er der Evangelischen Kirche eine Lösung in Aussicht gestellt hatte, die niemandem etwas wegnehme. Weil diese nun aber wie alle anderen am Karfreitag erst ab 14 Uhr freibekommen wollten, wurde der Minister gefragt, ob die Menschen evangelischen Glaubens denn “niemand” seien.

Blümel reagierte verstimmt. “Diese Frage ist doch absurd”, sagte er. Man sei mit der ursprünglichen Regelung sehr zufrieden gewesen. Nach dem EuGH-Urteil habe man Rechtssicherheit angestrebt und eine Lösung geschaffen, die möglichst nahe an der ursprünglichen Lösung geblieben sei.

Hofer: Blümel habe getan, was er konnte

Als Blümel dennoch erneut an die Kritik des evangelisch-lutherischen Bischof Michael Bünker erinnert wurde, sprang Hofer für ihn in die Bresche. Blümel habe alles getan, um einen guten Kompromiss zu finden, betonte er.

Im Übrigen habe Bischof Bünker auch muslimische Feiertage in Österreich gefordert. “Ob das absurd ist oder nicht, soll jeder selbst beurteilen”, meinte Hofer. Er selbst hätte mit so etwas keine große Freude, zeigte sich der FPÖ-Regierungskoordinator überzeugt.

(APA/red)

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