Gut Oggau: traditionell und schräg

2007 haben Eduard und Stephanie Tscheppe eines der traditionsreichsten Häuser in Oggau (Nordburgenland), das ehemalige „Weingut Wimmer“, übernommen. Das kreative Jungwinzer-Paar vereint traditionelle Weinbaumethoden mit einem avantgardistischen Marketingkonzept.

Das Weingut im schönen Oggau (Hauptstrasse 31) geht an seinen ältesten Stellen auf das 17. Jahrhundert zurück. Eduard und Stephanie haben nun ihren ersten Jahrgang vinifiziert und dabei genau so gearbeitet, wie die Urahnen der ehemaligen Eigentümer es taten: In den archaischen Baumpressen aus dem frühen 19. Jahrhundert wurden die Trauben gepresst, in den altehrwürdigen Kellergewölben vergoren die Weine ohne Einsatz von moderner Technik oder Hilfsstoffen.

Die dazugehörenden 10 Hektar Weingärten wurden übrigens biodynamisch nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Auch hier also ging das Jungwinzer-Paar keine Kompromisse ein, sondern hat sich so natürlich wie nur irgendwie möglich der Tradition genähert.

Das Ergebnis sind Weine, die durchaus Ecken und Kanten haben dürfen, denen man sich mit Bedacht nähern muss, um sie zu verstehen. Weine mit Charakter, mit denen man sich auseinandersetzen soll wie mit Menschen, die man näher kennen lernen möchte.

Diesen Ansatz spiegeln auch die Etiketten sowie die gesamte Positionierung der Weine wider. Sie werden nämlich nicht nach Sorten oder Lagen getrennt, sondern nach Ausdruck und Charakter so zusammengeführt, dass jeweils eine ganz spezifische und markante Wein-Persönlichkeit entsteht. Gleichzeitig stehen alle Weine in einer bestimmten Beziehung zueinander, sodass man durchaus von einer Familie reden kann. Jene Weine, die am fruchtigsten und am fröhlichsten zu trinken sind, entsprechen der Jugendgeneration. Die Eltern sind schon ausgeprägte Charaktere, strenger und anspruchsvoll. Die traditionellsten Weine des Gutes kann man mit der Großelterngeneration gleichsetzen. Zunächst still und zurückhaltend, offenbaren sie nach einiger Zeit all ihre Weisheit und Komplexität. Logischerweise tragen die Etiketten somit auch keine klassischen Bezeichnungen, sondern eigenwillige Namen von Personen.

So haben Stephanie und Eduard Tscheppe ein stimmiges Gesamtkonzept gefunden, das traditionellste Weinbau- und –kellermethoden mit einem avantgardistischen Marketingkonzept vereint und in sich stimmig und harmonisch ist.

Die Weine der „Jugendgeneration“ (Theodora, Winifred und Atanasius) sind ab 22. Februar österreichweit bei Wein & Co und im Magazin in Salzburg um € 11,50 bzw. Atanasius um € 13,50 erhältlich. Darüber hinaus stehen Stephanie und Eduard Tscheppe gegen Voranmeldung
(+43 664 206 92 98) für Degustationen am Weingut zur Verfügung.

Kultig! Der Stammbaum der Weinfamilie.

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