Gusenbauer als SPÖ-Spitzenkandidat

&copy apa
&copy apa
Alfred Gusenbauer sieht mit seiner Wiederwahl als SPÖ-Parteichef auch klar gestellt, dass er die SPÖ als Spitzenkandidat in die nächste Nationalratswahl führen wird - entsprechende Äußerungen von Wiener Bgm. Häupl.

„Es ist mit dem heutigen Tag klar gestellt: Der Spitzenkandidat für die nächste Wahl wird Alfred Gusenbauer heißen“, erklärte er wörtlich in der „ZiB 2“ Montagabend. Nicht abbringen ließ sich Gusenbauer von der Haltung, dass die von ihm erreichten 88,93 Prozent doch ein „außerordentlich großer Vertrauensbeweis“ seien.

Gusenbauer führt in die nächste Wahl

Eine Abstimmung über die Position des Spitzenkandidaten gab es beim SPÖ-Parteitag nicht. Aber der Wiener Bürgermeister Michael Häupl habe „klar gesagt, dass die Abstimmung über den Parteivorsitzenden auch die Abstimmung über den Kanzlerkandidaten ist. Es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass ich als Spitzenkandidat die SPÖ in die nächste Wahl führen werde“, sagte Gusenbauer.

Was sein Abstimmungsergebnis – das nach Fred Sinowatz 1987 schlechteste in der SPÖ – betrifft, verwies Gusenbauer darauf, dass selbst amtierende Bundeskanzler manchmal in der Vorsitzendenkür nur auf 90 Prozent gekommen seien. Und in anderen Parteien gebe es Ergebnisse von 79 Prozent (FPÖ-Chefin Ursula Haubner im Juli d.J., Anm.)

“Gusi” will durch Arbeit überzeugen

Die zehn Prozent der Delegierten, die gegen ihn gestimmt haben, will Gusenbauer in den nächsten beiden Jahren durch seine Arbeit überzeugen. Keinen Grund sieht er, ihren Motiven nachzugehen. „Jetzt auf die Suche zu gehen, wo sind die so genannten Dissidenten, ist nicht mein Demokratieverständnis.“ In einer demokratischen Wahl 90 Prozent zu erreichen, sei ein „stolzes Ergebnis“, meinte Gusenbauer. Es wäre „nicht normal“, in einer Demokratie 100 Prozent Zustimmung zu bekommen. „Wenn man Demokrat ist, freut man sich über eine Mehrheit.“

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Gusenbauer als SPÖ-Spitzenkandidat
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen