Gusenbauer als Kanzlerkandidat

Der Wiener Bürgermeister Häupl hat in der Fernsehsendung „Report“ des ORF Dienstag abend erneut bekräftigt, dass SPÖ-Chef Gusenbauer auch Kanzlerkandidat bei den nächsten Nationalratswahlen sein wird.

Was die jüngsten Differenzen mit Gusenbauer in Sachen Finanzausgleich und Gesundheitspaket betrifft, meinte Häupl, „wir haben überhaupt nicht öffentlich gestritten“.

Beide Seiten hätten „möglicherweise den Kompromiss ein bißl anders interpretiert“. Jedenfalls gebe es maximal „in einem Prozent Meinungsunterschiede“ zwischen ihm und dem SPÖ-Chef, so Häupl.

“Umfragen nicht aussagekräftig”

Umfragen, wonach 41 Prozent meinten, dass die SPÖ für die Regierungsverantwortung gerüstet seien, aber 47 Prozent gegenteiliger Ansicht sind, bezeichnet Häupl als nicht besonders aussagekräftig.

Dass es eine unterschiedliche Haltung zwischen Gusenbauer und ihm in der Frage des Verhältnisses zur FPÖ gebe, stellte Häupl in Abrede. „Gerade in dem Fall haben wir keine Meinungsunterschiede. Selbstverständlich ist es Aufgabe des Obmanns einer Oppositionspartei zu schauen, zwei Regierungspartner in einer Koalition in inhaltlichen Fragen zu spalten“, so der Wiener Bürgermeister zum „Spargelessen“ zwischen Gusenbauer und dem Kärntner Landeshauptmann Haider.

Auch die Zusammenarbeit zwischen FPÖ und SPÖ in Kärnten sei er einer Meinung mit Gusenbauer. Was man noch sehen werde, sei, dass es über den Kärntner SP-Parteitag hinaus kein glückliches Experiment sei.

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