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Grün und Weiß als Modefarben

Drei Tage nach dem Wiener Derby (1:1) heißt der große Sieger der 14. Runde der T-Mobile-Bundesliga Rapid, jetzt mit drei Punkten Vorsprung auf die Verfolger.

Die Hütteldorfer gewannen am Mittwoch auf dem Salzburger Kunstrasen 1:0 und da Austria Magna gleichzeitig gegen den FC Superfund Pasching 1:2 unterlag, ist Grün-Weiß ab sofort wieder die aktuellen Modefarbe des heimischen Fußball-Herbstes. Der Vorsprung des Rekordmeisters auf den Stadtrivalen und Pasching beträgt je drei Punkte.

Die Ansage von Austria-Trainer Lars Söndergaard vor dem Schlager, wonach seine Austria in der Liga keinen Angstgegner habe, strafte der „violette Spezialist“ prompt Lügen. Am 7. August hatten die Oberösterreicher zu Hause mit dem 2:1 den Wiener die bisher einzige Saison-Niederlage zugefügt, am Mittwoch wiederholten sie diesen Erfolg. Damit haben sie gegen den Lieblingsgegner zuletzt vier Mal (drei Siege, ein Remis) in Folge nicht verloren und holten aus ihren jüngsten sechs Liga-Partien das Maximum von 18 Zählern!

„Dabei war ich nach unserem 1:0 relativ sicher, dass wir gewinnen würden, obwohl wir vor der Pause höher hätten führen müssen und wir gewusst haben, dass wir ein zweites Tor brauchen. Wir haben das Spiel kontrolliert, dann aber aus der Hand gegeben. Zwei totale Blackouts, die der Gegner ausnützte, verhinderten nach dem Wechsel den Sieg. Nach den zwei Ausschlüssen haben wir es mit untauglichen Mitteln versucht“, analysierte Austrias Sportdirektor Günter Kronsteiner. Dass die Serie riss, die einst gegen Pasching begonnen hatte und nach neun Runden ohne Niederlage gegen die Paschinger auch wieder endete, steckte er besser weg als die Niederlage.

„Wenn in einem Spiel nicht alles funktioniert, darf man nicht gleich alles in Frage stellen. Wir werden uns durch einen Umfaller sicher nicht aus dem Konzept bringen lassen“, meinte der Steirer mit bestimmter Stimme. Georg Zellhofer, der im Finish wegen Linienrichter-Kritik auf die Tribüne verbannt worden war, sprach von einem „glücklichen, aber verdienten Sieg“. „Durch unsere zwei Ausschlüsse haben die Zuschauer noch ein hochinteressantes Spiel zu sehen bekommen“, meinte der Paschinger Feldherr mit einem süffisanten Lächeln.

Grund zur besonderen Genugtuung fand auch einer der Ex-Austrianer in den Reihen der Oberösterreicher. Christian Mayrleb erzielte keine drei Minuten nach dem Ausgleich durch den jungen Pichlmann das entscheidende 2:1. „Ich freue mich nicht so sehr, weil ich gegen meinen früheren Verein getroffen haben, sondern das Siegestor gemacht habe“, meinte der Stürmer, der noch nie Torschützenkönig war. Mit seinem 13. Saison-Treffer, dem elften in den vergangenen sechs Partien, liegt er jetzt mit dem gesperrt gewesenen Austrianer Rushfeldt gleichauf.

Dass die Paschinger nun endgültig zum Kreis der Titelfavoriten zu zählen sind, will Mayrleb ebenso wie Zellhofer nicht hören. „Wir haben die Kompaktheit wiedergefunden, denken aber nicht an den Titel, sondern nur von Spiel zu Spiel. Wir sind auf guter Schiene, den allgemeinen Titelträumen schließe ich mich sicher nicht an“, so der Trainer, der Austria und Rapid einen viel besseren Kader attestiert und die Moral seiner Schützlinge nach dem 0:1-Rückstand als Positiva anführte.

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