Größter Eisblock der Welt noch nicht vom Klimawandel bedroht

Der in der Antarktis gelegene größte Eisblock der Welt ist nach einer neuen Studie noch nicht vom Klimawandel bedroht. Die Luft über dem Südpol sei noch kalt genug.

Anders als die Gletscher in Grönland und die Eismassen in der Westantarktis sei die ostantarktische Eisplatte relativ stabil und werde in absehbarer Zeit nicht abschmelzen, sagte der Leiter der Untersuchung, Andrew Mackintosh von der Victoria-Universität in Neuseeland.

Mit einem Durchmesser von mehr als 3.000 Kilometern und einer Stärke von annähernd vier Kilometern enthält die Eisscholle mit ihrem Zentrum am Südpol eine Wassermenge, die den globalen Meeresspiegel um 60 Meter anheben könnte. Die Luft über dieser Fläche werde aber in absehbarer Zeit kalt genug bleiben, um ein Abschmelzen zu verhindern, erklärten die Forscher in Wellington. Allerdings könnte es einmal Auswirkungen durch einen Anstieg des Meeresspiegels aufgrund der Schmelze von anderen Eisschollen geben.

„Die ostantarktische Eisplatte ist die größte und kälteste und wird als letzte in irgendeiner Weise auf die globale Erwärmung reagieren“, sagte Mackintosh. Der Eisblock war nicht immer stabil. Die letzte große Schmelze fand vor 13.000 bis 7.000 Jahren statt.

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