Großeinsatz der Polizei: Mann drohte vor Parlament in Wien mit Suizid

Die Polizei ist immer noch im Einsatz, der Ring ist gesperrt.
Die Polizei ist immer noch im Einsatz, der Ring ist gesperrt. ©Leserreporter/Andreas
Am Montagvormittag kam es vor dem Parlament in Wien zu einem Großeinsatz der Polizei. Der Ring wurde für den Verkehr gesperrt. Um halb zwei wurde der Einsatz beendet.
Polizeieinsatz beim Parlament

Einen Großeinsatz der Polizei hat es am Montagvormittag vor dem Parlament in Wien gegeben. Ein Mann war auf davorstehende Baucontainer geklettert und drohte offenbar mit Suizid. Der Ring wurde gesperrt, der Verkehr umgeleitet. Das Verhandlungsteam der Polizei war an Ort und Stelle. Der ungefähr 30 Jahre alte Mann rief, dass er nach Hause will, berichtete Polizeisprecher Daniel Fürst.

 

Ein Verhandlungsteam und ein Dolmetscher sprachen mit dem 26-jährigen Syrer. Dieser befand sich weiterhin auf dem Glascontainer an der Ringstraße, der als Infopoint eingerichtet wurde, wo über die laufende Parlamentssanierung informiert wird.

Das Motiv des Mannes war unklar, er betonte jedoch weiterhin, dass er “nach Hause” möchte. Der Asylstatus musste noch abgeklärt werden, sagte Pressesprecher Daniel Fürst an Ort und Stelle.

Wiener Ringstraße gesperrt

Der unmittelbare Bereich vor dem Parlament wurde für Passanten gesperrt. Die Ringstraße war bereits ab der Operngasse nach der Staatsoper für den Verkehr blockiert und bis nach dem Parlament nicht befahrbar. Davon betroffen waren auch mehrere Straßenbahnlinien. Die Baukräne für die Sanierungsarbeiten am Parlament waren unterdessen weiterhin in Betrieb.

Informationen mit Hilfsangeboten für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich auch Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.

Mann stieg freiwillig von Dach

Ein 26 Jahre alter Syrer, der am Montagvormittag auf einen Glascontainer vor dem Parlament in Wien geklettert ist und gedroht hat hinunter zu springen, ist nach rund dreieinhalb Stunden freiwillig vom Dach gestiegen. Er wollte mit der Aktion ein Heimreisezertifikat erlangen.

(APA/red)

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