Große Leistungsschau des Heeres am Heldenplatz

Die Garde durfte natürlich auch aus der Kaserne
Die Garde durfte natürlich auch aus der Kaserne ©APA
Der Nationalfeiertag. Was wäre er ohne den großen Aufmarsch des Bundesheeres am Wiener Heldenplatz und die Reden der Politiker. Hier finden Sie ein Best Of...! 
Der Nationalfeiertag in Bildern

Der teils strömende Regen hielt die Massen nicht ab: Auch an diesem nassen Nationalfeiertag strömten die Wiener und zahllose Besucher aus den Bundesländern wieder auf den Heldenplatz und in verschiedene Einrichtungen des Bundes zu Tagen der offenen Tür. Eine sehr willkommene Gelegenheit für Politiker aller Farben, ihre Botschaft unters geduldig harrende Volk zu bringen! 

Bundeskanzler Faymann dankt Soldaten

Österreichs Soldaten leisten einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung und in internationalen Friedenseinsätzen, betonte Bundeskanzler Werner Faymann am Mittwoch bei seiner Rede zum Nationalfeiertag am Wiener Heldenplatz. “Viele Österreicherinnen und Österreicher haben in den vergangenen Jahren erlebt, dass tüchtige und fähige Soldatinnen und Soldaten immer dann zur Stelle waren, wenn Hochwasser, Lawinen und Naturereignisse zu einer Gefahr für Menschen, Tiere und Gebäude wurden”, betonte der Kanzler. Im internationalen Einsatz leiste das Bundesheer einen wichtigen Beitrag in der Friedenssicherung und bei humanitären Einsätzen. Hier stehe man ganz in der österreichischen Tradition, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, so der Kanzler. 

Darabos will Berufsheer, Präsident Fischer Wehrpflichtige

Das Bundesheer müsse auf neue Herausforderungen vorbereitet werden. “Wir müssen uns bewusst werden, dass wir grundlegende Reformen brauchen, um das Heer auch für die kommenden Jahre und Jahrzehnte fit zu machen”, so Darabos. Der Verteidigungsminister kündigte gleichzeitig an, die von ihm geplanten Pilotprojekte zur Abschaffung der Wehrpflicht voranzutreiben – unter anderem durch das Aufstellen eines Musterverbandes ausschließlich mit Berufs- und Zeitsoldaten. Der Minister meinte, dass ihm die Präsenzdiener genauso wichtig seien wie jeder andere Soldat. Er sei stolz auf die rund 1,6 Millionen Rekruten, die seit der Einführung der Wehrpflicht im Oktober 1955 Dienst beim Militär geleistet haben.

Ganz anders sieht das Bundespräsident Heinz Fischer, der den Nationalfeiertag nutzte, um sich für die Wehrpflicht ins Zeug zu legen. Beim offiziellen Festakt zumNationalfeiertag am Heldenplatz ist auch heuer die Wehrpflicht-Debatte nicht unerwähnt geblieben. Während Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) für eine Umstellung auf ein Berufsheer warb, verwies Bundespräsident Heinz Fischer auf die “zentrale Rolle der verfassungsmäßig verankerten Wehrpflicht”.

Prammer am Nationalfeiertag weniger martialisch

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer konzentrierte sich in ihren Worten zum Nationalfeiertag weniger auf das Militärische denn auf die Demokratie an sich. “Demokratie muss täglich gelebt werden”, appellierte Prammer an die Bürgerinnen und Bürger mit der Aufforderung, sich aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft zu beteiligen. Zugleich sei die Politik gefordert, wachsendem Desinteresse und sinkendem Vertrauen in Demokratie und Rechtsstaat entgegen zu wirken.  Während in anderen, mitunter gar nicht so weit entfernten Ländern Menschen ihr Leben riskierten, um Demokratie zu erkämpfen, sei diese bei uns Selbstverständlichkeit. Es sei daher wichtig, sich um das Gemeinwesen anzunehmen und dessen Gestaltung nicht anderen zu überlassen. Engagement für die Allgemeinheit sei heute nicht weniger erforderlich als früher. Umso erfreulicher sei der starke Andrang von Besucherinnen und Besuchern am heutigen “Tag der offenen Tür” im Parlament, so Prammer: “Es ist das ein Beweis dafür, dass es grundsätzlich großes Interesse an unserer parlamentarischen Demokratie gibt”, so Prammer am Nationalfeiertag weiter. 

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Große Leistungsschau des Heeres am Heldenplatz
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen