Großaktion gegen Kinderpornografie

"Operation Geisterwald" verlief erfolgreich
"Operation Geisterwald" verlief erfolgreich ©APA (Archiv/Schlager)
Schweren sexuellen Kindesmissbrauch haben Behörden im Rahmen einer internationalen Polizeioperation unter der Bezeichnung "Operation Geisterwald" aufgedeckt. In Wien, Kärnten und Vorarlberg wurden drei Männer verhaftet, die Kinder in ihrem familiären Umfeld fotografiert bzw. gefilmt und die Aufnahmen in einem pädophilen Internetforum angeboten hatten.

Unter der Leitung des deutschen Bundeskriminalamtes in Wiesbaden kam es zu zahlreichen Festnahmen und 178 Hausdurchsuchungen in mehreren Ländern. Zwei Unterkünfte wurden noch am Mittwoch in der Steiermark durchsucht. Die betroffenen Kinder sind acht bis zwölf Jahre alt.

Die Täter hatten das kinderpornografische Material selbst hergestellt und über das Internet angeboten. Die Aktion richtete sich neben Verdächtigen aus Deutschland und Österreich auch gegen Schweizer, Spanier, Bulgaren, Kanadier und Amerikaner. Nach der Verhaftung der Österreicher konnte nach Angaben des Bundeskriminalamtes in Wien die Spitze der Pyramide ausgeforscht werden.

Das Bundeskriminalamt in Wiesbaden hatte den Pädophilenring seit Jänner im Visier, im Mai wurden die österreichischen Behörden miteinbezogen. Die Ermittlungen gestalteten sich durch das äußerst konspirative Verhalten der Beschuldigten schwierig, hieß es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wiesbaden. Dennoch gelang es, insgesamt 136 Mitglieder des Kinderpornorings zu identifizieren.

Die Beamten hätten gegen neun Initiatoren und Verantwortliche der Internetforen Haftbefehle vollstreckt, wurde in Wiesbaden bekannt. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler etwa 220 Computer und rund 17.000 Speichermedien sicher.

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