Grödig strebt Europa-League-Aufstieg an

Grödig-Coach Michael Baur bleibt Optimist
Grödig-Coach Michael Baur bleibt Optimist
Nach dem klassischen 1:2-Selbstfaller im Hinspiel in der Vorwoche steht Grödig in der Europa League gegen Zimbru Chisinau mit dem Rücken zur Wand. Die Salzburger brauchen am Donnerstag (21.05 Uhr/live ORF eins) im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde gegen den moldawischen Cupsieger zumindest zwei Tore, um doch noch aufzusteigen.


Trainer Michael Baur trat die Reise in die moldawische Hauptstadt mit einer großen Portion Zuversicht an, warnte aber gleichzeitig: “Sie werden sich wahrscheinlich hinten reinstellen und wir brauchen zwei Tore. Das birgt ein gewisses Risiko, das ist klar.”

Die jüngste Enttäuschung in der Meisterschaft – die Salzburger mussten sich dem WAC mit 0:2 geschlagen geben – hat seine Mannschaft laut Baur gut verdaut. “Wir sind ein positiver Haufen. Wichtig ist, dass der Kopf immer oben ist und das Feuer da ist. Das ist der Fall”, meinte der Tiroler.

Bei der Niederlage gegen das Kärntner Überraschungsteam beobachtete Baur Parallelen zum Hinspiel gegen die Moldawier. “Die Gegentore waren in beiden Spielen auf individuelle Fehler zurückzuführen. Die müssen wir abstellen.” Gelingt den Salzburgern dies, stehen die Chancen auf einen Auswärtssieg und einen möglichen Aufstieg in das Play-off der Europa League gut.

Fehlervermeidung, Geduld und ein entgegenkommender Spielverlauf lautet das Grödiger Rezept auf internationalem Bankett. “Sicher ist ein schnelles Tor immer gut, aber wir müssen Geduld haben. Wir müssen mit Herz und Hirn spielen”, gibt Baur die Marschroute vor. “Und dann gibt es immer noch die Möglichkeit, dass das Spiel über 120 Minuten geht. Körperlich sind wir top drauf.”

Zimbru dürfte im 10.400 Zuschauer fassenden “Stadionul Zimbru” wieder mit seiner bisher höchst erfolgreichen Defensivtaktik ins Spiel gehen und im Angriff auf Konterchancen lauern. Deshalb verlangte Baur höchste Konzentration, sowohl was die Absicherung in der Defensive als auch die Entschlossenheit vor dem Tor angeht. “Zuletzt ist uns ein wenig die Zielstrebigkeit abgegangen”, so der 566-fache Bundesligaspieler, der angesichts der Spielanlage des Gegners nicht davon ausgeht, viele Möglichkeiten vorzufinden.

Der 45-Jährige sah aber auch “den ein oder anderen Fehler” in der Hintermannschaft des letztjährigen Vierten der moldawischen Meisterschaft. Mittelfeldmann Timo Brauer bemerkte unmittelbar nach dem Hinspiel: “Fußballerisch sind wir besser als der Gegner.”

Hoffnung macht unter anderem eine zusätzliche Option im Angriff. Neben der peruanischen Red-Bull-Leihgabe Yordy Reyna kam auch Roman Wallner zuletzt erstmals in der Meisterschaft zum Einsatz. Der 32-jährige Wandervogel war vor seinem Engagement bei den Salzburgern sechs Wochen verletzt. Sollte Grödig in der Schlussphase dringend Tore benötigen, ist ein Einsatz des Stürmers eine Option.

“Wir wissen, dass Roman sehr gute Qualitäten im Abschluss hat”, sagte Baur, der vor dem Abflug am Mittwoch noch Sascha Boller vorgeben musste. Der deutsche Flügelspieler saß wegen eines grippalen Infekts nicht im Flieger. Zur moralischen Unterstützung dabei sind die noch verletzten Ione Cabrera und Bernd Gschweidl.

Nachdem das Hinspiel in der Red-Bull-Arena vor nur 1.900 Zuschauern stattfand, freut sich Baur auf die Zuschauerkulisse im moldawischen Nationalstadion. “Ich habe immer gern vor einem vollen Haus gespielt. Wir sind froh, dass wir in der Red-Bull-Arena spielen dürfen, aber es ist jetzt nicht so, dass es ein Riesenvorteil für uns war.”

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