Grüne wollen mit inhaltsschweren Plakaten punkten

Die Wiener Grünen Chefin Maria Vassilakou
Die Wiener Grünen Chefin Maria Vassilakou ©APA/ROLAND SCHLAGER
Die Grünen haben am Freitag als letzte der Rathausparteien ihre Plakatkampagne für die Wien-Wahl am 10. Oktober präsentiert.
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Die Partei setzt dabei auf zwei Schwerpunkte: Inhaltliche Aussagen und das Gesicht von Spitzenkandidatin Maria Vassilakou. “Wir treten an gegen die Politikfloskeln”, begründete Vassilakou am Freitag die Sujets. Sie sei stolz, dass die Grünen als einzige Partei Inhalte bei ihren Plakaten in den Vordergrund rückten: “Wir sagen, wo’s lang geht.”

Öffi-Jahreskarte für 100 Euro

Forderung 1 neben dem allgemeinen grünen Slogan “Auf die Plätze. Fertig. Grün” lautet: “Runter mit den Mieten”. Ziel seien 7 Euro Mietzinsobergrenze pro Quadratmeter, aber auch 1.500 Euro Mindestlohn und 950 Euro Mindestsicherung, so die Erläuterung auf den beigeordneten Dreiecksständern.

“Öffi-Jahreskarte für 100 Euro” lautet Forderung 2. Besser wäre natürlich ein kostenloser Nahverkehr, “aber man muss ja realistisch bleiben”, so Vassilakou. Und schließlich widmet man sich mit Forderung 3 dem Bildungsthema: “Schule umkrempeln.” Mehr Lehrer und eine gemeinsame Schule aller seien das Ziel.

“Das ist ein kleiner, aber feiner Auszug aus unserem Programm”, freute sich die grüne Spitzenkandidatin über die Kampagne. Auf Humor habe man bei den Plakaten bewusst verzichtet: “Wenn Politiker besonders lustig sein wollen, misslingt das meistens”, beschied Vassilakou im Hinblick auf die ÖVP-Plakate. Die grüne Botschaft soll via 350 Großplakaten und ebenso vielen Citylights sowie mit 1.100 Dreiecksständern unters Volk gebracht werden. Eine zweite Tranche mit anderen Sujets ist geplant, wobei die Ökopartei insgesamt 350.000 Euro investiert.

Beim Medientermin am Freitag versuchten zwei als Frösche verkleidete Aktivisten die Präsentation zu torpedieren. “Ich weiß, dass dahinter die ÖVP steckt”, versicherte Vassilakou. Dies sei ein klarer Bruch des Fairnessabkommens zwischen den Parteien. Beirren ließ sich die Grünen-Frontfrau von den Kostümfröschen jedoch nicht: “Das nächste Mal tragen wir sie über die Straße und retten sie.”

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