Grüne mit "Modell" gegen Aufzugsgebäude am Stephansplatz

Die Wiener Grünen errichteten im Zuge einer Protestaktion ein "1:1-Modell" des geplanten Aufzugsgebäudes am Stephansplatz, "um das 64 Quadratmeter große und fünf Meter hohe Projekt unmittelbar neben dem Stephansdom zu veranschaulichen", so Gemeinderätin Sabine Gretner.
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Die ab Jänner 2010 geplanten Umbauarbeiten würden zudem auch einen neuen Zugang für das Diözesanmuseum und einen neuen Standort für die Dombauhütte, unter der Erde, umfassen. Die Grünen kritisierten, dass keine Präsentation des Projektes stattgefunden habe. Dies sei jedoch “unbedingt erforderlich”, da die Wiener in den Entscheidungsprozess rund um das “12 Millionen Euro Bauvorhaben” eingebunden werden müssten.

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten die Grünen anschließend ein mögliches Alternativprojekt. Der Entwurf dazu stammt von Bernhard Wolf, dessen Diplomarbeit dieses Thema im Juni 2009 behandelte. Anhand seines Konzeptes würden die geplanten Bauvorhaben in die Innenhöfe des Erzbischöflichen Palais verlegt. Die in dem Konzept vorgesehene, rund 600 Quadratmeter große “Ausstellungsfläche” sei für die Grünen ein “besserer Standort sowohl für die Dombauhütte als auch für das Diözesanmuseum und den Souvenirshop”.

Bezirkvorsteherin Ursula Stenzel (VP) ortete in der Aktion der Grünen “Politaktionismus”. Dass das Projekt, noch bevor die tatsächlichen Pläne auf dem Tisch lägen, diffamiert werden sollte, zeige, dass es den Grünen nicht um Lösungen, sondern um irreführenden Aktionismus gehe, so Stenzel.

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