Griechenland gewinnt Song Contest

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Die Sieger des diesjährigen Eurovision Song Contest kommen aus Griechenland - Jubel in Athen - Letzter Platz an Deutschland - Österreich bereits im Halbfinale gescheitert.

Sängerin Helena Paparizou und ihre Gruppe konnten mit ihrem Song „My Number One“ in der Nacht zum Sonntag in Kiew die meisten Punkte aller 24 Finalteilnehmer auf sich vereinen. Auf Platz zwei und drei folgten die Beiträge aus Malta und Rumänien. Völlig abgeschlagen auf dem letzten Platz landete Deutschland.

ORF-Boykott im nächsten Jahr?

Österreich war bereits am Donnerstag im Halbfinale gescheitert. Die Band Global Kryner schaffte es mit „Y Asi“ nicht unter die besten zehn des Halbfinales, die sich für die heutige Endrunde qualifiziert haben. Im ORF wird nach einem Bericht der „Kleinen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe) überlegt, nach der heurigen Niederlage im kommenden Jahr zu pausieren. „Man muss sich die Kosten-Nutzen-Frage stellen. Wir werden erst einmal analysieren, wer sich hier qualifiziert hat“, wird Unterhaltungschef Edgar Böhm zitiert.

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Über 100 Million Zuseher an den Schirmen

Griechenland gewann zum ersten Mal in der Geschichte den Grand Prix. Paparizou überzeugte mit ihrem feurigen, orientalisch angehauchten Song „My Number One“ vor mehr als 100 Millionen Fernsehzuschauern in ganz Europa. Die Griechin, Dritte beim Grand Prix 2001, zählte zu den Favoriten beim diesjährigen Wettbewerb. Sofort nach ihrem Sieg strömten in Griechenland tausende Menschen zum Feiern auf die Straßen; in der Hauptstadt Athen wurden Leuchtraketen und Feuerwerk abgebrannt.

Energiegeladen und folkloristisch

Die energiegeladene Show vor etwa 6000 Zuschauern im Sportpalast und Zehntausenden vor Großbildleinwänden im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew war geprägt von fetzig-rockigen Tanznummern, die oftmals mit folkloristischen Elementen gespickt waren. Überraschend belegten in diesem Feld aber auch leisere Nummern vordere Plätze, so sang sich Chiara aus Malta mit ihrer Ballade „Angel“ auf Platz zwei.

Auf Rang drei landete die Rumänin Luminita Anghel, deren Begleitband zu dem Popsong „Let Me Try“ gekonnt wild auf Fässer und andere Gegenstände trommelte. Insgesamt fielen die meisten Teilnehmer durch ihre Professionalität und musikalische Qualität auf.

Überglückliche Siegerin

Die Siegerin zeigte sich überglücklich über den historischen Triumph. „Endlich ist der Wettbewerb in Griechenland angekommen“, sagte sie mit Blick auf das Finale im kommenden Jahr in Athen. „Als eine Botschafterin lade ich alle nach Griechenland ein.“ Ihr Siegertitel verbinde traditionelle und heutige Rhythmen. „Es ist ein typisches griechisches Lied in einer sehr modernen Version“, sagte Paparizou.

Die für Deutschland gestartete, letztplazierte Gracia versuchte nicht allzu enttäuscht zu sein. „Es konnte nur einer Erster werden, und einer musste ja auch Letzter werden“, meinte sie.

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