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Greenpeace-Test: Shirts von Billigketten sind "Kleidung für den Müll"

Shirt von Billigketten werden oftmals nach kurzer Zeit bereits entsorgt.
Shirt von Billigketten werden oftmals nach kurzer Zeit bereits entsorgt. ©pixabay.com (Themenbild)
Greenpeace hat fünf T-Shirts von Billigmodeketten auf ihre Qualität getestet. Leider fiel das Ergebnis eher schlecht aus. Alle Proben wiesen Mängel auf und die Größe veränderte sich bereits nach dem ersten Waschgang.

Greenpeace hat fünf T-Shirts von Billig-Textilketten auf ihre Qualität testen lassen. "Das Ergebnis: Wer billig kauft, kauft teuer. Denn nach dem Test wiesen alle Proben gravierende Mängel auf: Fast alle Oberteile aus Baumwolle, Viskose und Polyester hatten sich bereits nach einem Waschgang in ihrer Größe verändert", hieß es in einer Aussendung der NGO.

Zudem zeigte sich laut Greenpeace im UV-Test, dass einige der Shirts in der Sonne leicht ausbleichen. Außerdem waren alle Kleidungsstücke mit Fusseln übersät. Diese können nach mehrmaligem Waschen zu Löchern werden. Die Umweltschutzorganisation forderte die Textilindustrie sowie die Politik auf, "höhere Qualitätsstandards für Kleidung einzuführen".

"Fast-Fashion Industrie produziert Kleidung für den Müll"

"Der Greenpeace-Test zeigt klar: Die Fast-Fashion-Industrie produziert Kleidung für den Müll. Die Billiganbieter locken mit günstigen Angeboten für wenige Euro, doch am Ende kommt das böse Erwachen. Schon nach einmal Waschen haben die getesteten T-Shirts deutlich an Qualität verloren", kritisierte Nunu Kaller, Expertin für Konsumfragen bei Greenpeace in Österreich. "Weil die Kleidung so billig ist, wird kurz darauf ein neues Shirt gekauft und das kaputte ersetzt. Für die Umwelt ist das katastrophal. Die Textilproduktion gehört zu den schmutzigsten Industrien der Welt: Der Einsatz von Glyphosat und anderen umweltgiftigen Chemikalien steht hier an der Tagesordnung."

Greenpeace-Test mit fünf Shirt von Billigmodekette

Für den Greenpeace-Test wurden der NGO zufolge fünf Shirts von Billigmodeketten vom deutschen Forschungsinstitut Hohenstein analysiert. Es wurden verschiedene Wasch- und Reibtests anhand entsprechender ISO-Standards durchgeführt. Vier von fünf Oberteilen aus Baumwolle, Viskose und Polyester hatten sich bereits nach einem Waschgang in der Größe verändert: Zwei waren deutlich kürzer, zwei deutlich enger. Eines davon wurde nach dem Bügeln jedoch sogar breiter als beim Kauf. Drei Shirts fielen beim Test auf Lichtechtheit durch, das bedeutet, die Farbe der Oberteile war deutlich ausgebleicht, nachdem sie Licht ausgesetzt waren. Der Stoff von drei Proben wurde zudem nach dem Waschen härter, und bei vier Shirts bildeten sich verstärkt Fusseln. Werden diese Kleidungsstücke mehrmals gewaschen, können hier auch Löcher entstehen.

(APA/Red)

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