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Grasser und 17 weitere Personen sollen in Buwog-Causa angeklagt werden

Medienberichten zufolge soll auch Karl-Heinz Graser in der Buwog-Causa angeklagt werden.
Medienberichten zufolge soll auch Karl-Heinz Graser in der Buwog-Causa angeklagt werden. ©APA
Nach fast fünf Jahren sind in der Causa Buwog die Ermittlungen beendet. 60.000 Bundeswohnungen sollen zu billig an ein Konsortium um die Immofinanz verkauft worden sein. Medienberichten zufolge sollen 18 Personen angeklagt werden, darunter auch Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser.
Unterlagen aus Liechtenstein in Wien
Zugriff auf Grasser-Akten

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) bestätigte gegenüber dem Standard die Übermittlung des Vorhabensberichts, der auch den Fall Terminal Tower in Linz umfasse.

Grasser, Meischberger und Hochegger werden angeklagt

Neben dem ehemaligen Finanzminister Grasser sollen auch die Lobbyisten Walter Meischberger und Peter Hochegger sowie der amtierende ÖBB-Aufsichtsratschef und Ex-Porr-Boss Horst Pöchhacker, der frühere Raiffeisenlandesbank-Oberösterreich-General Ludwig Scharinger, Ex-Immofinanz-Chef Karl Petrikovics, der Makler Ernst Karl Plech sowie der Steuerberater und Anwalt Gerald Toifl angeklagt werden. Ihnen wird u.a. Untreue und Bestechung vorgeworfen, was sie stets bestritten haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Von der Behörde werden Namen nicht bestätigt.

Neben der Oberstaatsanwaltschaft müsste auch das Justizministerium die Anklage genehmigen. Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) dürfte den Fall einen Weisenrat entscheiden lassen, da er in seiner früheren Tätigkeit als Strafverteidiger Grasser, Meischberger und Plech beriet, so der “Standard”.

Razzia in der Causa Buwog

Indes sind bei einer Razzia bei einer früheren Grasser-Mitarbeiterin kürzlich tausende E-Mails und weitere Daten aufgetaucht, schreibt die Zeitung weiter. Das Material solle Justizkreisen zufolge für den früheren Finanzminister sowie dessen Freundeskreis äußerst unangenehm sein, sowohl für die Causen Buwog und Terminal Tower als auch für die finanzstrafrechtliche Aufarbeitung. Unter anderem gehe es um die Bereitstellung eines Audi Avant für den damaligen Finanzminister.

Laut “Standard” handelt es sich bei dem Material um einen Zufallsfund, denn die Hausdurchsuchung habe in einer ganz anderen Causa stattgefunden. Die Justiz dürfte aus den Informationen einen Nachtragsbericht zum Vorhabensbericht erstellen. Die Bereiche Privatisierungen und Glücksspiel werden ebenfalls separat ermittelt.

Im Steuerverfahren gegen Grasser soll unterdessen eine Anklage Justizkreisen zufolge so gut wie fix sein, wie “Österreich” am Dienstag berichtet hatte. (APA)

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