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Grand Budapest Hotel - Trailer und Kritik zum Film

Perfekter Scheitel, lila Sakko, stets gut parfümiert und ein Händchen für betagte, reiche Damen: Monsieur Gustave alias Ralph Fiennes ist Chef-Concierge im Grand Budapest Hotel, das Wes Andersons neuer Komödie ihren Namen gibt.Alle Spielzeiten auf einen Blick

Noch mehr als in früheren Werken hat der US-Regisseur darin eine völlig eigene Märchenwelt erschaffen, das osteuropäische Fantasieland Zubrowka. Ab Freitag im Kino. In der Leinwandgeschichte verteidigt Gustave seinen Ruf als Charmeur. Er bezirzt die Gäste und befriedigt auch ihre intimsten Gelüste, besonders die der weiblichen Reisenden, egal, wie verknittert sie sind. Viele von ihnen kommen nur seinetwegen in den alpinen Kurpalast. Ein Anliegen, das Gustave aus der Fassung bringt, gibt es im Leben nicht. Der Wunsch, der das vermag, ist der letzte einer Toten.

Grand Budapest Hotel: Die Geschichte

Seine unter mysteriösen Umständen verstorbene Stammkundin Madame D. (Tilda Swinton) verfügt, dass ein wertvolles Gemälde in seinen Besitz übergehen soll. Doch die Familie der Gräfin, allen voran ihr skrupelloser Sohn Dimitri (Adrien Brody), fühlt sich um das Erbstück betrogen und sinnt auf Rache. Dimitris Scherge Jopling (Willem Dafoe) nimmt Gustaves Verfolgung auf. Gustave dagegen bekommt Hilfe von seinem treuen Lehrling (Tony Revolori) und der Gesellschaft der gekreuzten Schlüssel, ein Geheimbund der Hoteldiener in den wichtigsten Häusern der Welt.

Die fiktive Geschichte beginnt im Jahr 1932. Sie stammt aus der Feder eines ebenso imaginären, namenlosen jungen Autors (Jude Law). Der hört von Gustaves irrwitzigen Erlebnissen erst viele Jahre später, als er 1968 selber das inzwischen verfallene Grandhotel besucht. Die Rahmenhandlung macht aus Gustaves Biografie eine Legende in der Legende.

Grand Budapest Hotel: Die Kritik

Mit dem “Grand Budapest Hotel” hat der akribische Leinwandkünstler Wes Anderson ein synästhetisches Spektakel geschaffen, einen Rausch der Sinneseindrücke. Dafür ließ er sich unter anderem von den Schriften des Wiener Romanciers Stefan Zweig inspirieren. Zur beachtlichen Besetzung gehören neben den genannten Darstellern auch Bill Murray, Harvey Keitel, Edward Norton, Saoirse Ronan und Owen Wilson. Eine Bemerkung verdient die grandiose Musik des Filmkomponisten Alexandre Desplat, für die er unter anderem einen “Sudetenwalzer” geschaffen hat.

Eine große Rolle für den Look des Films spielen die farbenprächtigen Kostüme. Sie stammen von der dreifachen Oscar-Gewinnerin Milena Canonero, die auch Andersons Filme “The Darjeeling Limited” und “Die Tiefseetaucher” mitgestaltet hat. Die Stoffe leuchten knallig wie eine Bonbonkiste: signalrot und brombeerlila, babyblau und softrosa. Anderson inszeniert mit dieser Palette gern spleenige Standbilder. Sie sehen aus wie Filmgemälde, perfekt bis zur Pedanterie, und sind Teil von Andersons Markenzeichen: einer überaus skurrilen Komik. Damit wird dieses Opus Magnum die Moden der Filmästhetik überdauern.

(APA)

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