Gottesdienste: Kardinal Schönborn mahnt zu Geduld

Kardinal Schönborn hält seine Morgenmessen online ab.
Kardinal Schönborn hält seine Morgenmessen online ab. ©APA/BARBARA GINDL
Laut Kardinal Christoph Schönborn dürfte es noch eine Zeit dauern, bis sich auch bei den Gottesdiensten Normalität einstellt. Noch sei es zu gefährlich, sich in Gotteshäusern zu versammeln.

Kardinal Christoph Schönborn hat die Gläubigen am Samstag in seiner Predigt im Wiener Erzbischöflichen Palais um Geduld gebeten. "Wir werden wieder gemeinsam Gottesdienst feiern dürfen, aber wir brauchen noch Geduld", sagte er. Die staatliche Autorität habe nicht aus Willkür bestimmt, dass es noch nicht möglich sei, sich zu versammeln, sondern weil es noch zu gefährlich sei.

Es bestehe die Gefahr, dass die Infektionen wieder steigen und die Situation dann noch schwieriger werde als bisher. Es gelte, die Mitmenschen nicht in Gefahr zu bringen, sagte Schönborn laut Kathpress. Im Moment ist die Teilnahme an Gottesdiensten wegen der Coronakrise lediglich aus der Distanz, per Livestream, Fernsehen oder Radio, möglich.

Nicht die Not der anderen vergessen

Die Not der Coronakrise dürfe jedenfalls nicht dazu führen, "dass wir in der Not die Not der anderen vergessen", sagte der Wiener Erzbischof weiter. Besonders ging er dabei auf die Situation von Menschen auf der Flucht ein. "Wie viele Menschen - Christen, Muslime, andere Religionsangehörige -, die auf der Flucht sind, müssen monatelang, manchmal jahrelang auf jede Gottesdienstform verzichten, weil sie kein Zuhause haben, weil sie in Lagern sind, weil sie auf der Flucht sind. Vergessen wir heute in unserem Gebet und in unserem Herzen nicht die Not der Flüchtlinge!"

(APA/red)

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