"Goldene Kamera" verliehen

Mit viel Glamour und einer glanzvollen Gala und ist am Donnerstagabend in Berlin zum 41. Mal die "Goldene Kamera" verliehen worden.

Sieger in der Kategorie „Bester deutscher Fernsehfilm“ wurde das Drama „Die Luftbrücke – Nur der Himmel war frei“. Als beste deutsche Schauspielerin wurde Barbara Rudnik ausgezeichnet, bester männlicher Darsteller wurde Ulrich Noethen. Auch Oscar-Preisträgerin Charlize Theron konnte sich über eine goldene Trophäe freuen. Für Unterhaltung sorgte unter anderem der US-Entertainer, Produzent und Schauspieler Jerry Lewis, der im vergangenen Jahr die „Goldene Kamera“ für sein Lebenswerk erhalten hatte.

Zu der Verleihung der begehrten goldenen Trophäe der Zeitschrift „Hörzu“ kamen zahlreiche Stars und Prominente in das Axel-Springer-Hochhaus in Berlin. Moderiert wurde die erstmals live übertragene Gala von Thomas Gottschalk. Als bester Fernsehfilm wurde die mehrteilige Sat.1-Produktion „Die Luftbrücke“ ausgezeichnet, in der unter anderem Heino Ferch, Bettina Zimmermann und Ulrich Noethen mitspielen. Das Fernsehdrama schildert die Ereignisse in den Jahren 1948 bis 1949, als die westlichen Alliierten die Menschen in Westberlin wegen der sowjetischen Blockade aus der Luft versorgten.

Die Schauspielerin Barbara Rudnik freute sich so über ihren Preis, dass sie mehrmals neu zu ihrer Rede ansetzen musste. Die 47-Jährige dankte ihren Regisseuren, die oft mehr in ihr sähen, als sie selber. Es sei ein „tolles Gefühl, so gestützt zu werden“, sagte sie. Ulrich Noethen sprach von einer „fantastischen Auszeichnung“, die er erhalten habe. In der Begründung zu seiner Preisverleihung hieß es, Noethen sei ein „Großmeister mit unerschöpflichem Potenzial“.

Die 30-jährige Südafrikanerin Theron bedankte sich teils auf Deutsch für die Auszeichnung. „Das ist eine große Ehre“, sagte sie strahlend. Sie erschien in einem schlichten, bodenlangen weißen Kleid. Die sichtlich bewegte Anna Maria Mühe nahm die „Goldene Kamera“ für die beste Nachwuchsschauspielerin entgegen.

In der Kategorie „Pop national“ ging die Trophäe an den Mannheimer Sänger Xavier Naidoo. Als beste internationale Pop-Gruppe wurden die eigens aus Los Angeles eingeflogenen Pussy Cat Dolls ausgezeichnet. Zur Begründung hieß es, sie hätten für eine „Revolution in der Musikbranche“ gesorgt. Der Ehrenpreis Musik ging an den Live-8-Gründer Bob Geldof. Die „Goldene Kamera“ in der Kategorie Comedy nahm Entertainer Thomas Hermanns entgegen.

Für sein Lebenswerk wurde der Entertainer Rudi Carrell geehrt. Er habe die „Messlatte gelegt für beste Samstagabendunterhaltung“, hieß es zur Begründung. Zu seinem Charme, seinem klugen Witz und seiner Spontaneität gebe es „keinen Vergleich“. Nach der mit selbstironischem Witz durchsetzten Dankesrede spendete das Publikum ihm stehende Ovationen.

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