Gläubigerschutzverband KSV verpasst sich neue Struktur

Aus dem Verein, der auch künftig als Gläubigerschutzverband tätig sein wird, werden die Teilbereiche Inkasso und die Serviceeinrichtungen des Verbandes als eigene Gesellschaften ausgegliedert, teilt der KSV am Montag mit.

Bereits gegründet wurde die KSV 1870 Holding, die künftig als zentrale Beteiligungsgesellschaft des Vereins fungieren wird. 100-prozentiger Eigentümer der neuen Holding ist der Verein. Bis spätestens Mitte 2008 werden dann die beiden Produktionsgesellschaften folgen und die Umstrukturierung abgeschlossen sein, so KSV-Geschäftsführer Johannes Nejedlik.

Damit sei der KSV mit rund 20.000 Mitgliedern für die Zukunft gut gerüstet. Das schon seit zwei Jahren gelebte Konzept der Bündelung kundenorientierter Prozesse und Eigenverantwortung der Fachbereiche werde nun auch formal umgesetzt.

Der KSV beschäftigt 420 Mitarbeiter, von denen 60 bis 70 im Verein verbleiben werden. Der Umsatz belief sich 2006 auf 42 Mio. Euro und wird laut Nejedlik 2007 darüber liegen.

Neben dem Marktführer KSV teilen sich das Insolvenzgeschäft in Österreich der Alpenländische Kreditorenverband (AKV), die AK-nahe ISA und der neu ins Pleitengeschäft eingestiegene Österreichische Verein Creditreform (ÖVC). AKV und KSV haben, wie berichtet, gegen den Konkurrenten ÖVC einen Rekurs gegen die Zulassung als Gläubigerschutzverband eingebracht. Derzeit gebe es noch keine Reaktion auf den Rekurs, so der KSV-Chef.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Gläubigerschutzverband KSV verpasst sich neue Struktur
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen