Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Global 2000 ortet Nachholbedarf beim Klimaschutz in Österreich

Beim Klimaschutz gibt es in Österreich noch Nachholbedarf.
Beim Klimaschutz gibt es in Österreich noch Nachholbedarf. ©pixabay.com (Sujet)
Die österreichischen Bundesländer wurden im Bereich Klimaschutz seit 2010 genauer unter die Lupe genommen. Global 2000 ortet Entwicklungen, aber auch deutlichen Nachholbedarf.

Global 2000 hat die Fortschritte der österreichischen Bundesländer im Bereich Klimaschutz seit 2010 analysiert und stellt einige positive Entwicklungen, aber auch deutlichen Nachholbedarf fest. "Teils werden ambitionierte Klimaziele gesetzt und erfolgreich Maßnahmen auf den Weg gebracht, so deren Klima- und Energiesprecher, Johannes Wahlmüller. An konsequenter Umsetzung mangle es noch vielfach.

Aufholbedarf bei den Treibhausgasen-Verbesserungen

"In der Folge steigen in den meisten Bundesländern die Treibhausgasemissionen, anstatt zu sinken. Steigender Energieverbrauch, ein hoher Anteil fossiler Heizungen, eine zu niedrige Sanierungsrate und überbordender Verkehr sind die größten Probleme, die rasch gelöst werden müssen". Die Bundesländer hätten mittlerweile Klimaschutzprogramme aufgelegt und würden mit einzelnen Ausnahmen mittel- und langfristige Klimaziele verfolgen, doch nur im Falle Salzburg wurden bis 2030 Ziele gesetzt, die im Einklang mit der Klimawissenschaft stünden.

Bei den Treibhausgasen herrscht jedenfalls Aufholbedarf, denn nur in den Bundesländern Kärnten, Vorarlberg, Niederösterreich, und der Steiermark wurden es gegenüber 2010 überhaupt sinkende Treibhausgasemissionen festgestellt, die aber zwischen zwei bis vier Prozent liegen und so zu gering seien, den stärksten Anstieg an Treibhausgasen gab es in Tirol mit 2,6 Prozent. Handlungsbedarf besteht auch bei den Pro-Kopf-Emissionen. Gemessen an den Pro-Kopf-CO2-Emissionen hat Oberösterreich (7,3 Tonnen), gefolgt von Kärnten (7,1) und Niederösterreich (7), die höchsten Werte. Die niedrigsten Pro-Kopf-Emissionen hat - begünstigt durch die städtische Lage, kompakte Bauweise und kurze Wege - die Stadt Wien mit 3,5 Tonnen.

Steigender Energieverbrauch als großes Problem

Ein großes Problem sei der steigende Energieverbrauch, wobei in Salzburg (minus 6,3 Prozent), Wien (-4,8) und Vorarlberg (-2,4) Rückgänge erreicht wurden. Was erneuerbare Energien angeht, ist vor allem der Ökostromanteil in ganz Österreich durchwegs hoch: Spitzenreiter ist Vorarlberg (100 Prozent) gefolgt von Tirol (98,5) und Salzburg (94), sowie Kärnten (99,2 ) und dem Burgenland (96,). Schlusslicht ist Wien (22,2 Prozent), das durch die städtische Lage klarerweise weniger Möglichkeiten habe, erneuerbare Energieanlagen zu errichten

Eine zu geringe Sanierungsrate wurde in fast allen Bundesländern festgestellt, sie liege flächendeckend weit weg von den erforderlichen drei Prozent. Ebenso ein relativ hoher Anteil von Öl- und Gasheizungen der beim Spitzenreiter Niederösterreich bei 47,4 Prozent beim Schlusslicht Steiermark immer noch bei 28 Prozent liegt.

Der Verkehrssektor ist das ständige Sorgenkind der österreichischen Klimapolitik. Dieser Befund lässt sich laut Global 2000 auch an den Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern klar ablesen. Zwar konnte in Wien der Anteil des Umweltverbundes (Öffentlicher Verkehr, Fahrrad, Fußwege) auf 75 Prozent gesteigert werden, abseits der Großstadt Wien hebt sich aber lediglich Vorarlberg mit einem Anteil des Umweltverbundes von 48 Prozent deutlich von allen anderen Bundesländern ab. Schlusslichter sind Oberösterreich (31 Prozent), das Burgenland (28) und Kärnten (23).

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Österreich
  • Global 2000 ortet Nachholbedarf beim Klimaschutz in Österreich
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen