Global 2000 gegen Staudamm

Die Umweltschutzorganisation Global 2000 hat Finanzminister Karl-Heinz Grasser am Donnerstag aufgefordert, keine österreichischen Steuergelder für das Ilisu-Staudamm-Projekt in der Türkei zu verwenden.

Gleichzeitig wurde Grasser eine Liste mit 35.000 Unterschriften aus der Türkei übergeben. Laut Global 2000 würden rund 50.000 Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren, wenn das Projekt umgesetzt wird.

Für die Mehrzahl der Betroffenen gäbe es keine Entschädigungen, denn sie leben von Landwirtschaft, haben jedoch kaum formale Besitzrechte. Die Organisation fürchtet, dass die Durchführung des Baus bereits entschieden ist, mit der Bekanntgabe aber noch bis nach der Wahl gewartet werden soll.

In der Türkei selbst wachsen die Proteste. „Wir übergeben heute dem Finanzminister Unterschriften von 35.000 Menschen aus der Türkei, die die Bundesregierung auffordern, für das Staudammprojekt keine finanzielle Unterstützung zu gewähren.

Wir verlangen, dass sich Österreich aus diesem aus humanitärer und ökologischer Sicht untragbaren Projekt zurückzieht“, so Global-Pressesprecher Andreas Baur. 15 Aktivisten entrollten entlang der Wiener Kärntner Straße eine Papierrolle mit den Unterschriften.

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