Glücklicher 2:1-Sieg Salzburgs in Kärnten

Salzburger feiern Sieg in Kärnten
Salzburger feiern Sieg in Kärnten ©APA
Die Generalprobe für das Europa-League-Heimspiel gegen Villareal ist am Samstag für Meister Red Bull Salzburg glanzlos, aber glücklich verlaufen. Letztlich brachten die Gäste aber die eingeplanten drei Punkte mit nach Hause.

Dank Treffern von Pokrivac (60.) und Tchoyi (76.) ging die Stevens-Truppe spät mit 2:0 in Führung, nach dem Anschlusstreffer durch Martin Hiden (83.) hatte Sand in der 90. Minute mit einem Elfer sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß, doch Gustafsson parierte.

Schon in den ersten 45 Minuten war der Unterschied zwischen dem Tabellenschlusslicht, das nun in den jüngsten 19 Bundesliga-Spielen nur einen Sieg gefeiert hat, und Leader Salzburg auf dem Platz kaum zu bemerken, im Finish hatten gar die Klagenfurter Vorteile. Die Kärntner, die zuvor in vier Heimspielen gegen Salzburg seit ihrer Neugründung mit drei Siegen und einem Remis ungeschlagen geblieben waren, hielten gut mit den Favoriten mit. Der zuletzt angeschlagene Ex-Austrianer Troyanski spielte mit blauem Turban und hätte in der 16. Minute nach einem Sandro-Freistoß fast die Führung der Kärntner erzielt. Doch Gustafsson im Salzburg-Tor war auf seinem Posten.

Die größe Chance der Gäste vor der Pause entwertete Kärnten-Goalie Schranz, der einen wuchtigen Afolabi-Kopfball nach Svento-Flanke in der 29. Minute toll parierte. Auf der Gegenseite zeichnete sich Gustafsson kurz vor der Pause neuerlich aus, als Zivny den schwedischen Team-Torhüter nach einem weiteren guten Sandro-Freistoß per Kopf prüfte. Den Abpraller klärte Janko vor Mair.

Nach Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste zwar angriffslustiger, doch der Führungstreffer in der 60. Minute erwischte die Kärntner dann doch kalt. Tchoyi kam im Strafraum der Kärntner nach einem Abpraller glücklich zum Ball, legte für Nikola Pokrivac auf, und der zog aus rund 18 Metern zur Führung für den Meister ab. Es war übrigens der erste Treffer überhaupt für Salzburg im neuen Klagenfurter Stadion.

Kurz nach dem 0:1 musste der verletzte Schranz (verhärteter rechter Wadenmuskel) vom Platz – er wurde von Heinz Weber ersetzt. Nach einem Doppelpass mit Janko kam Tchoyi frei im Strafraum zum Schuss, der Kameruner zwirbelte den Ball gefühlvoll zum 2:0 ins lange Eck. Es war schon sein sechster Saisontreffer.

Als schon alles an einen ungefährdeten Sieg der Gäste glaubte, legte der eingewechselte Dollinger für Martin Hiden auf, der aus 30 Metern mit einem Gewaltschuss in der 83. Minute die Partie noch einmal spannend machte. In der 90. Minute kam es noch zu einem Elfmeter, nachdem erst der Linienrichter Schiedsrichter Hameter auf ein Foul von Ulmer an Schembri aufmerksam gemacht hatte. Sand platzierte den Schuss ins lange Eck, doch nicht scharf genug für den an diesem Tag sehr starken Schweden Gustafsson. Fast im Gegenstoß erzielten die Salzburg aus einem Konter noch einen Treffer, der aber etwas umstritten wegen Abseits aberkannt wurde.

Frenkie Schinkels (Kärnten-Coach): “Ein Elfmeter, den man nicht reinschießt, ist schlecht geschossen. Ein Punkt wäre verdient gewesen, wenn man gegen den klaren Favoriten wieder zurückkommt, und wir haben in der ersten Hälfte gut gespielt… Man kriegt nicht viele Chancen, als Tabellenletzter gegen den Tabellen-Ersten kriegst du nur drei, vier Chancen.”

Huub Stevens (Salzburg-Trainer): “Wenn man 2:0 führt, muss man das Spiel auch nach Hause bringen. Das haben wir nicht getan, wir haben nicht profihaft agiert. Da muss man den Ball in den eigenen Reihen halten, wir haben den Kärntnern die Chance gegeben, ins Spiel zurückzukommen.”

Martin Hiden (Kärnten-Torschütze zum 1:2): “Ob verdient oder unverdient ist am Ende egal.” (Zu Sand) “Weiter geht’s. Nach dem Anschlusstreffer hatten wir Chancen, aber leider nichts erreicht.”

SK Austria Kärnten – Red Bull Salzburg 1:2 (0:0)
Klagenfurt, Hypo Group Arena, 8.500, SR Hameter

Torfolge: 0:1 (60.) Pokrivac, 0:2 (76.) Tchoyi, 1:2 (83.) Hiden

Kärnten: Schranz (63. H. Weber) – Troyansky, Hiden, Zivny – Hinum, Blanchard, Riedl (68. Schembri), Prawda – Mair, Sand, Sandro (77. Dollinger)
Salzburg: Gustafsson – Schwegler, Sekagya, Afolabi, Ulmer – Schiemer – Tchoyi, Leitgeb (81. Aufhauser), Pokrivac, Svento – Janko

Gelbe Karten: Sand, Hinum bzw. Janko, Svento
Die Besten: Troyanski, Schranz, Sandro, Hinum bzw. Afolabi, Sekagya, Gustafsson

Anmerkung: Sand scheiterte (90.) mit einem Elfmeter an Gustafsson

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