Glawischnig zurück aus der Babypause

Glawischnig trotz Schlaflosigkeit in der Offensive
Glawischnig trotz Schlaflosigkeit in der Offensive ©APA (STIPLOVSEK)
Nach exakt zweimonatiger Babypause ist Grünen-Bundessprecherin Glawischnig am Mittwoch in die Politik zurückgekehrt. Ziel der Grünen sei es nicht nur, bei vier der fünf Landtagswahlen 2009 und 2010 in die Landesregierungen einzuziehen, sondern auch auf Bundesebene "stärker in das Machtspiel einzusteigen", erklärte Glawischnig vor Beginn der Bundesvorstand-Klausur in Dornbirn.

Sie habe zwar kurze und unterbrochene Nächte, sei aber zuversichtlich und energiegeladen, sagte die zweifache Mutter. Der Abwärtstrend der Grünen sei gestoppt, zeigte sie sich überzeugt, dass die Landtagswahlen in Vorarlberg und Oberösterreich ein Erfolg für die Grünen werden. Umfrage-Ergebnisse würden der Partei in Vorarlberg ein Plus bescheinigen, “in Oberösterreich sind die Chancen intakt, in der Regierung zu bleiben”.

Der Wegfall der Zweidrittelmehrheit für SPÖ und ÖVP biete für die Grünen große Chancen mitzugestalten. “Die Wirtschaftskrise zwingt ÖVP und SPÖ, Politik zu machen, ein Durchtauchen geht nicht”, sagte Glawischnig und nannte etwa die anstehende Verwaltungsreform. Deshalb brauchten die Regierungsparteien wie zuletzt beim Bankgeheimnis – “ein großer Erfolg für die Grünen” – einen Partner in der Opposition. Als Nächstes werde man beim Ökostromgesetz “grüne Jobs” schaffen, versprach Glawischnig.

Zu den offenen Personalfragen der Grünen sagte Glawischnig, dass die Entscheidung über die Bundesgeschäftsführung definitiv im Dezember fallen werde. Die stellvertretende Bundessprecherin Vassilakou – die Glawischnig in der Babypause vertreten hatte – sprach von einem “sehr spannenden und erfolgreichen Sommer für die Grünen”. Sie zeigte sich zuversichtlich, Ende November in Wien einen Zukunftskongress abhalten zu können. Man wolle sich öffnen und visionäres Denken wagen, hoffte Vassilakou auf rege Beteiligung von Hunderten interessierten Österreichern. “Wir werden dazu im Internet eine Diskussionsplattform schaffen”, kündigte sie an.

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