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Glanzvolle Gala in Wien

Insgesamt zwölf Männer sind in der Wiener Hofburg vom ehemaligen Staatschef der Sowjetunion Michail Gorbatschow mit einem „World Award“ ausgezeichnet worden.

Unter den Preisträgern befanden sich Wissenschaftler wie der diesjährige Nobelpreisträger für Chemie, Kurt Wüthrich, und Craig Venter, der das Genom entschlüsselt hat, ebenso wie Persönlichkeiten aus der Welt des Films, der Musik und der Wirtschaft. Auch ein Österreicher wurde geehrt: Karlheinz Böhm erhielt den „World Social Award 2002“ für sein „Lebenswerk als Gründer der Organisation ’Menschen für Menschen’“. „Mann des Jahres“ wurde Rainer Heise, der beim Schuldrama von Erfurt den Amokläufer zur Aufgabe bewog.

Als erster Preisträger wurde Herbert Grönemeyer geehrt. Er erhielt den „World Artist Award“ für sein „engagiertes Werk als populärster Künstler Deutschlands“. Nach der Verleihung sagte Grönemeyer Journalisten, er habe sich in erster Linie über die Einladung gefreut und über einen Anlass, mit Gorbatschow zusammenzutreffen. Der Preis selbst sei eine Überraschung, denn man wisse nie, wie man nach außen wirke. Nach möglichen Engagements als Schauspieler gefragt sagte Grönemeyer, er könne derzeit als allein erziehender Vater nicht lange genug von zu Hause weg.

Der „World Future Award“ ging an den Schweizer Professor Wüthrich. Der Preis sei mehr als nur eine Ermutigung, sagte Wüthrich. Wissenschaftler wüssten oft nicht genau, wohin die Forschung führe und bräuchten Mittel und Verständnis für ihre Arbeit von Seiten der Öffentlichkeit. Auf die Frage der APA, wie die Arbeit der Wissenschaft mit der direkten Hilfe für Not leidende in Verbindung stehe, antwortete Wüthrich mit einem Beispiel: Wenn Karlheinz Böhm im Rahmen seiner Projekte einen Arzt rufe, so müsse irgendjemand zuerst erforscht haben, was im jeweiligen Fall zu tun sei: „Etwas passiert im Labor, das ermöglicht, dass Böhm (im Jahre) 2030 Kinder heilen kann.“

Craig Venter, der für die Entschlüsselung des Genoms mit dem „World Health Award“ geehrt wurde, ging auf die Sorgen der Menschen in Bezug auf die Gentechnik ein und versicherte: „Der genetische Code trägt dazu bei, aber er macht dich nicht zu dem, was du bist.“ Viele Menschen seien auch besorgt, dass die genetische Information gegen sie verwendet werden könnte. Das müsse man unbedingt verhindern.

Gleich mehrere Preisträger der „World Awards 2002“ kamen aus der Welt des Films. Roman Polanski wurde für seine „innovativen Visionen als Regisseur und Produzent“ ausgezeichnet. Der aus den „Sissi“-Filmen bekannte Karlheinz Böhm wurde für sein soziales Engagement geehrt. Böhm sagte, die größte Ehrung sei das Vertrauen von Menschen: „Ich hoffe, dass das (Anm. der Preis) Motivation für viele Menschen ist, mir weiter das Vertrauen zu schenken.“ Für sein Lebenswerk „als einer der gefragtesten Bühnen- und Filmschauspieler der Welt“ erhielt Christopher Lee den „World Actor Award for Lifetime Achievement“. Der Schauspieler sprach von vier neuen Filmprojekten, die derzeit geplant seien. Als nächstes spiele er wieder in einem „Star Wars“-Film.

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