Girl's Day: Mädchen sollen für technische Berufe begeistert werden

Am Donnerstag wurden die Türen vieler Unternehmen für den Töchtertag geöffnet.
Am Donnerstag wurden die Türen vieler Unternehmen für den Töchtertag geöffnet. ©APA/BARBARA GINDL
Am Donnerstag werden die Türen für den bundesweiten Töchtertag geöffnet. Ziel ist es, Mädchen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern.

Mädchen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern, ist das Ziel des alljährlichen, bundesweiten Töchtertags. Ministerien, Institutionen und Betriebe öffneten am Donnerstag ihre Türen für Schülerinnen und Kindergartenmädchen. Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) lud zum Girls’ Day im Bundeskanzleramt.

Töchtertag: Kinder sollen mit nicht alltäglichen Berufen in Berührung kommen

Rund 100 Volksschülerinnen und Kindergartenkinder konnten bei verschiedenen Stationen etwa physikalische Grundlagen wie Elektrostatik erleben oder mit Säuren und Basen experimentieren. “Durch den Girls’ Day sollen Mädchen mit Berufen in Berührung kommen, die nicht stereotyp sind. Es soll das Interesse für nicht alltägliche Berufe geweckt werden”, sagte Bogner-Strauß zur APA.

Im Bundesdienst wird der Girls’ Day seit 2006 durchgeführt. Ministerien und Institutionen öffneten heuer ihre Türen für rund 4.000 Schülerinnen und 440 Kindergartenmädchen. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) etwa besuchte gemeinsam mit rund 60 Schülerinnen das Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Im Rahmen des “Wiener Töchtertags” erhielten Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren die Chance, einen Tag lang in ein Unternehmen hineinzuschnuppern und ihre Talente in Naturwissenschaften, Technik und Handwerk zu entdecken. Rund 180 Betriebe und Organisationen, darunter die ÖBB, Wiener Wohnen und der Arbeiter-Samariter-Bund, öffneten ihre Türen. “Viel zu häufig entscheiden sich Jugendliche für einen Beruf auf der Basis vorgefertigter, überholter Rollenbilder. Mit dem Wiener Töchtertag möchte ich dazu beitragen, dass Mädchen und junge Frauen die Vielfalt ihrer Möglichkeiten kennenlernen”, erklärte Frauenstadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) in einer Aussendung.

SPÖ: Forderung nach Lohngerechtigkeit

Kritik an der Frauenministerin kam am Donnerstag von SPÖ-Bundesfrauenvorsitzender Gabriele Heinisch-Hosek: “Es ist höchste Zeit für Lohngerechtigkeit. Frauenministerin Bogner-Strauß ist in allen Belangen säumig. Wir brauchen endlich ein Lohntransparenzgesetz, eine höhere Anrechnung der Karenzzeiten bei Lohnvorrückungen und mehr Frauenförderung in Unternehmen”, forderte sie in einer Aussendung.

(APA/Red)

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