Giftschlamm: Aluminiumwerk unter Zwangsverwaltung

Ungarn hat den Aluminiumkonzern, der vor acht Tagen ein Giftschlamm-Unglück im Westen des Landes verursacht haben soll, unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt.
Bilder der Giftschlamm-Katastrophe
Neuer Schutzdamm ist fertig
Weiteres Todesopfer entdeckt
Vorkehrungen für Evakuierungen
Devecser stirbt den Tod in rot
Festnahme nach Katastrophe
Zweiter Wall wird brechen
Dammbruch unausweichlich
Droht neue Welle?
Aktuelle Bilder I
Aktuelle Bilder II
Aktuelle Bilder III
Video aus Ungarn I
Video aus Ungarn II

Staatspräsident Pal Schmitt unterzeichnete am Dienstag ein Gesetz, das am Vorabend vom Parlament gebilligt worden war.

Ministerpräsident Viktor Orban setzte den Kommandanten des ungarischen Katastrophenschutzes, György Bakondi, als Regierungskommissar an die Spitze der Ungarischen Aluminium-AG (MAL). Das am Dienstag in Kraft getretene Gesetz räumt dem Regierungskommissar bei MAL weitgehende Durchgriffsrechte ein. Das Unternehmen gehört ungarischen Geschäftsleuten.

Am Montag vor einer Woche waren aus einem geborstenen Abfallbecken der MAL bei Ajka eine Million Kubikmeter giftiger Bauxitschlamm ausgeflossen. Acht Menschen wurden getötet, 150 verletzt, Gewässer und Böden verseucht. Der Unfall gilt als eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte Ungarns. Die Polizei hatte am Montag MAL-Generaldirektor Zoltan Bakonyi festgenommen. Ihm wird Massengefährdung mit mehrfacher Todesfolge und Umweltschädigung vorgeworfen.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Giftschlamm: Aluminiumwerk unter Zwangsverwaltung
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen