Gewessler plädiert erneut gegen russisches Gasembargo

Gewessler plädierte zum wiederholten Male gegen ein Gasembargo für russisches Gas.
Gewessler plädierte zum wiederholten Male gegen ein Gasembargo für russisches Gas. ©APA/HANS PUNZ (Symbolbild)
Umwelt- und Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat - nicht zum ersten Mal - gegen ein Gasembargo für russisches Gas plädiert.
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Gewessler hat sich am Sonntag in mehreren Medien erneut gegen ein Gasembargo für russisches Gas ausgesprochen. Ein Ausstieg sei derzeit nicht möglich, man arbeite aber an einem Ausstiegsplan, so die Ministerin gegenüber der "Presse am Sonntag". Das EU-Ziel, aus russischem Gas bis 2027 auszusteigen, sei aber "sehr ambitioniert", so die Ministerin gegenüber dem "Kurier" und "oe24".

Gewessler über Alternative zu russischem Gas

Als Alternative für russisches Gas käme unter anderem norwegisches Gas infrage. "Schon jetzt bekommen wir Gas aus Norwegen. Diese Route müssen wir verstärken," so Gewessler zur Presse. Daneben könne aber auch Flüssiggas (LNG) aus den Niederlanden, Italien und von deutschen Terminals eine Alternative zu russischem Gas sein. Wie viel russisches Gas kurzfristig durch andere Lieferanten ersetzt werden könnte, wollte sie aber nicht genau beziffern.

Gewessler: Niedrigerer Gasverbrauch notwendig

Abgesehen von neuen Lieferanten brauche es für den Ausstieg auch einen reduzierten Gasverbrauch und mehr Eigenproduktion von Biogas oder Wasserstoff. "Jede Gastherme, die früher getauscht wird, hilft", so Gewessler zur Presse. Im Wohnbau gebe es bereits einige Förderungen für Sanierungsmaßnahmen, aber es brauche auch rechtliche Maßnahmen, um die Erreichung der Klimaziele im Wohnbau zu forcieren, sagte die Ministerin zum "Kurier". Im Bereich der Produktion müsse zudem auf Erneuerbare Alternativen gesetzt werden. "Jedes Windrad ist ein Zeichen für mehr Freiheit und Unabhängigkeit von Russland."

(APA/Red)

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