Gewerkschaft interessiert sich für Schlecker

Die Gewerkschaft der Privatangestellten GPA-djp setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen beim Drogerie-Diskonter Schlecker ein. Für den Anfang wurden die Mitarbeiter zum Job befragt.

Die Arbeitsbedingungen bei der Drogeriekette Schlecker sind der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) schon lange ein Dorn im Auge. Mitarbeiter der GPA-djp haben heute, Montag, früh deshalb in ganz Österreich rund 2.000 Schlecker-Mitarbeiter kontaktiert, um sie über ihre Rechte aufzuklären und sie zu ihren konkreten Arbeitsbedingungen zu befragen. Die Gewerkschaft bietet den Beschäftigten einmal mehr ihre Unterstützung an.

“Vermehrte arbeitsrechtliche Anfragen von Schlecker-Beschäftigten sowie der Abschluss einer rechtlich bedenklichen Betriebsvereinbarung zum Mehrarbeitszuschlag zeigen einmal mehr, dass die Arbeitsbedingungen verbessert werden müssen”, so der Vorsitzende der GPA-djp, Wolfgang Katzian, in einer Aussendung. Mittels Fragebogen wurden die Mitarbeiter der Drogeriekette zu Themen wie Arbeitszeit, Bezahlung und Sicherheit am Arbeitsplatz befragt. Die Ergebnisse der Befragung werden Mitte Mai veröffentlicht. Weiters erhielten alle Beschäftigten einen Beratungsscheck für eine kostenlose Erstberatung durch die GPA-djp.

Erst vor einem Monat wurden die Gerüchte um eine Schließungswelle beim deutschen Drogeriediskonter wieder aufgewärmt: Ist schon seit Anfang des Jahres in deutschen Medien davon die Rede, dass 4.000 Schließungen der insgesamt etwa 10.000 Filialen in Deutschland bevorstehen, sei auch in Österreich jeder zehnte Standort in Gefahr, hieß es damals. Aktuell betreibt Schlecker hierzulande rund 1.180 Läden. Die Gewerkschaft konnte die Gerüchte Mitte März nicht bestätigen und wusste von Betriebsrat oder Management nichts von Schließungen in Österreich.

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