Gewerkschaft attackiert Call Center: "Betriebsratskandidaten gekündigt"

Die Gewerkschaft hat am 22.2. 2008 einem Unternehmen vorgeworfen, mit der Kündigung von vier potenziellen Kandidaten eine Betriebsratswahl zu hintertreiben. Nach der Einberufung eines Wahlvorstands Ende Jänner seien nun "ausgerechnet jene Beschäftigten gekündigt worden, die für den Betriebsrat kandidieren wollen bzw. sich dafür einsetzen", heißt es in einer Gewerkschafts-Aussendung. Das Management des Competence Call Centers (CCC) hat zu diesen Vorwürfen Stellung bezogen.

Das Vorgehen der Geschäftsführung des CCC sei ein “schwerer Anschlag auf die sozialpartnerschaftliche Kultur”, erklärte Karl Proyer. stellvertretender Chef der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) in einer Aussendung, Seine Organisation werde notfalls die Wiedereinstellung der gekündigten Mitarbeiter einklagen.

Bereits in den vergangenen Monaten war es mehrfach zu Konflikten zwischen dem Call Center und der Gewerkschaft gekommen. Die GPA-DJP hat in den vergangenen Monaten nach eigener Darstellung erreicht, dass im CCC freie Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen angestellt wurden.

In einem schriftlichen Konter von 27.2. auf Verdachtsmomente des ÖGB, hat Geschäftsführer Mag. Thomas Kloibhofer festgestellt, dass am 17. März 2008 Maßnahmen zur Einsetzung eines Betriebsrates gestartet werden. “Unsere rund 2.000 bestens ausgebildeten Mitarbeiter sind das Kapital unseres Unternehmens”, stellt Mag. Kloibhofer fest, “unsere Expansion und unser breites Angebot fordern das volle Potential unserer Mitarbeiter, im Gegenzug suchen wir aktuelle soziale Strukturen, die mit den Anforderungen an den klassischen Dienstleister-Charakter einer jungen Branche vereinbar sind.”

Die Betriebsratswahl kommentiert Mag. Kloibhofer: “Nicht alle unserer Mitarbeiter befürworten die Installierung eines Betriebsrates, wir versprechen uns durch die Aufteilung von Kompetenzen allerdings eine Vereinfachung und somit die Einsparung von Kosten. Mehrere Teams werden, unserer Wahrnehmung nach, zur Betriebsratswahl antreten.”

Der “Verdacht” gegen CCC, erhoben in der Presseaussendung der GPA-DJP vom 22.02.2008, “die Abhaltung einer Betriebsratswahl zu behindern”, seien laut CCC nun gegenstandslos.

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