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Geschichte der Wiener Öffis: U-Bahnen - von der Stadtbahn bis zur U5

So entwickelte sich die Wiener U-Bahn im Laufe der Jahre
So entwickelte sich die Wiener U-Bahn im Laufe der Jahre ©Wiener Linien / Thomas Jantzen
150 Jahre lang sind in Wien bereits Öffentliche Verkehrsmittel unterwegs. Den Anfang machten Straßenbahnen und Busse - den jüngsten Zuwachs bildete vor 45 Jahren die U-Bahn. VIENNA.at hält Rückblick auf die Geschichte der Wiener Linien und widmet sich im dritten und letzten Teil den U-Bahnen.
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Die Öffis in Wien waren im Laufe ihres Bestehens starken Veränderungen unterworfen, was Aussehen und Komfort betrifft. In ihrem Blog halten die Wiener Linien die wichtigsten Meilensteine der Öffi-Geschichte fest – wir haben die Highlights.

Die Geschichte der Öffis in Wien

In Teil 1 der VIENNA.at-Serie über die Geschichte der Öffis haben wir uns mit der Straßenbahn in Wien auseinandergesetzt, im zweiten Teil ging es um die Entstehung der Busse von Damals bis Heute. In Teil 3 dreht sich nun alles um das modernste Verkehrsmittel, das die Bundeshauptstadt zu bieten hat: die U-Bahnen.

Deutlich später als in anderen Großstädten, nämlich erst vor 45 Jahren, erfolgte am Karlsplatz der Baubeginn für die ersten Teilstücke. Wobei sogleich an drei Linien gearbeitet wurde: an der U1, der U2 und der U4. Bevor es soweit kam, waren jedoch zunächst Vorläufer der U-Bahn im Einsatz – nämlich die Stadtbahn und die Unterpflasterstraßenbahn.

Wiener Linien
Wiener Linien ©Wiener Linien

Von der Stadtbahn zur U-Bahn

Nicht die erste U-Bahn der Welt, aber die älteste Strecke von Wien: Seit mehr als 110 Jahren bildet die U4 das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs – zunächst noch als Stadtbahn. 1892 fällte der Reichsrat nach umfangreichen Planungen den Beschluss zum Bau der Wiener Stadtbahn, darunter die Wiental- und Donaukanallinie. Diese ergaben sich als “Nebenprodukt” der laufenden Wienflussregulierungen und des Donaukanal-Ausbaus zu einem innerstädtischen Schiffsweg. Die künstlerische Ausgestaltung der Stationen übertrug man dem Jugendstilarchitekten Otto Wagner, Baubeginn war im Jahre 1894.

U4 zunächst mit Dampfbetrieb

Die Eröffnung des ersten Abschnitts des Vorläufers der heutigen U4 fand am 1. Juni 1898 statt – damals noch mit Dampfbetrieb. Die Strecke verlief zwischen dem Bahnhof Hütteldorf und der Station Meidling Hauptstraße, wo sich bis in die 1970er Jahre Wiental- und Gürtellinie trennten.

Die Eröffnung des zweiten Abschnitts erfolgte am 30. Juni 1899: zwischen Meidling Hauptstraße und dem damals schon bestehenden Bahnhof Hauptzollamt der Verbindungsbahn (dem heutigen Bahnhof Wien-Mitte). Der dritte und letzte Abschnitt wurde am 6. August 1901 dem Verkehr übergeben.

Elektrifizierung der U-Bahnen

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs musste im Herbst 1918 die nach militärischen Erfordernissen gebaute Wiener Stadtbahn jedoch ihren Betrieb einstellen. Schuld daran war der grassierende Kohlemangel. Als eine der ersten größeren Unternehmungen der (inzwischen sozialdemokratisch verwalteten) Gemeinde Wien wurde die längst fällige Elektrifizierung der Wiental- und der Gürtellinie in Angriff genommen. Auf der Trasse der heutigen U4 verkehrte daraufhin ab Oktober 1925 die Linie WD (Wiental-Donaukanal). Eingesetzt wurden straßenbahnkompatible Fahrzeuge mit Oberleitung.

Wiener Linien
Wiener Linien ©Wiener Linien

USTRAB: Vorläufer der Wiener U-Bahn

Anfang der 1950er Jahre hielt der internationale Trend zum eigenen Auto auch in Wien Einzug. Im Jahr 1950 beherrschten 67.000 zugelassene Kraftfahrzeuge die Straßen der Bundeshauptstadt, 1960 waren es schon 203.000 und 1970 sogar 415.000. Dieser schlagartige Zuwachs an Automobilen führte zu einer völligen Überlastung des Verkehrsnetzes und regelmäßigen Staus. Straßenbahnen konnten nur mehr stockend verkehren. In den 1960er-Jahren wurde die Straßenbahn daher unter die Erde verlegt. Die Unterpflasterstraßenbahn – kurz USTRAB – konnte allerdings die drängenden Verkehrsprobleme nicht wirklich lösen.

Startschuss für den U-Bahn-Bau

Im Jahr 1968 stellte der Wiener Gemeinderat daraufhin erste Weichen für den Bau eines grundlegenden U-Bahnnetzes, das unter anderem die bisherige Stadtbahn-Linie WD mit der künftigen Signalnummer U4 umfassen sollte. Die treibenden Kräfte dahinter waren Bürgermeister Bruno Marek und Verkehrsstadtrat Kurt Heller.

Kurze Zeit später, am 3. November 1969, wurde schon gewerkt: Konkret beinhaltete das Grundnetz die Neubaulinie U1, die U2, die aus der Tunnelstrecke der USTRAB-Linie 2 hervorging, und die Linie U4, die wie berichtet auf der ehemaligen Wiental- und Donaukanallinie der Stadtbahn beruht.

U1: Wiens erste U-Bahnlinie

Die ersten Garnituren für die neue U-Bahn wurden bereits 1972 ausgeliefert. Der erste Streckenabschnitt der U1 hatte jedoch noch keinen Anschluss, daher musste ein Zug für die Probefahrt mittels Kran durch einen Schacht auf die Gleise gehoben werden. Die U1 sollte sich vom Reumannplatz über Karlsplatz sowie Stephansplatz zum Praterstern erstrecken – auf einer Gesamtlänge von sechs Kilometern. Nach einer Bauphase von neun Jahren erfolgte im Februar 1978 die feierliche Eröffnung der ersten Teilstrecke vom Reumannplatz bis zum Karlsplatz. Bereits ein Jahr später reichte die rote Linie bis zum Stephansplatz und nach weiteren drei Jahren Bauzeit fuhr die U1 schließlich weiter bis Praterstern.

 

Wiener Linien
Wiener Linien ©Wiener Linien

Inzwischen gab es auch schon die U4: Deren erster Abschnitt von Heiligenstadt bis zur Friedensbrücke wurde 1976 eröffnet, fünf weitere folgten. Bis nach Hütteldorf fährt die U4 seit 20. Dezember 1981.

Von der USTRAB zur U2

Nach der Inbetriebnahme der U1 und der U4 war die U2 die letzte Linie des Grundnetzes, die in Betrieb ging. Die ehemalige USTRAB zwischen Karlsplatz und Schottenring baute man ab 1980 auf ihrer gesamten Länge von 3,2 Kilometern zu einer U-Bahn um. Die U2 wies damals eine Länge von 3,2 Kilometern auf und erstreckte sich vom Karlsplatz bis zum Schottenring. Sie nutzte als einzige U-Bahnlinie Teile der USTRAB.

Für die U2 wurden die Rampen bei der Sezession und beim Landesgericht geschlossen. Zusätzlich zur ehemaligen USTRAB entlang der “Zweierlinie”, dem Straßenzug im Zentrum von Wien, grub man zwischen der Station Landesgericht/ Universität und Schottenring in offener Bauweise einen neuen U-Bahntunnel inklusive der neuen Station Schottentor.

Ablöse durch die neue U5

In weiteren Ausbaustufen wurde die U2 verlängert: erst zum Ernst-Happel-Stadion, dann zur Aspernstraße und in weiterer Folge zur Seestadt Aspern. Zwischen 2018 und 2013 erhält die U2 über Neubaugasse, Pilgramgasse und Bacherplatz einen neuen Südast bis zum Matzleinsdorfer Platz. Die bisherige Streckenführung der U2 zwischen den Stationen Rathaus und Karlsplatz wird dann von der neuen U5 übernommen, die als bisher “fehlende” Linie die Wiener U-Bahn-Linien ergänzen wird und zunächst von Karlsplatz über Altes AKH bis Elterleinplatz fährt. Alles zur neuen U5 erfahren Sie hier.

Sonderfall: “Untergrund-Linie” U3

Die Linie U3 ist eine reine Neubaustrecke – anders als etwa die Linien U4 und U6. Planungen für ihren Verlauf gab es schon seit den 1960er-Jahren. Beim Bau der U1-Station am Stephansplatz wurden die Bahnsteige der U3 bereits im Rohbau mitgebaut, sodass beim Bau der U3 in den 80er-Jahren hier direkt angeschlossen werden konnte.

Vor über 20 Jahren, am 6. April 1991, eröffneten Bürgermeister Helmut Zilk und Stadtrat Johann Hatzl die neue Station Volkstheater stellvertretend für die gesamte U3. Ganz Wien war auf den Beinen, um live bei der Eröffnung dabei zu sein, und nutzte die Chance, die neue U-Bahn auszuprobieren und die neuen, kunstvoll gestalteten Stationen zu bewundern.

Die U3 fuhr damals komplett unterirdisch. Auch heute, nach mehreren Verlängerungen, ist das im Grunde noch so, nur in Erdberg und Ottakring kommen die Züge an die Oberfläche. Die U3 ist damit die U-Bahnlinie mit den meisten Untergrundstationen.

 

Wiener Linien
Wiener Linien ©Wiener Linien

Hauptschlagader des Gürtels: U6

 Am 7. September 1983 erfolgte der Spatenstich für den Bau der neuen U6 in der Pottendorfer Straße in der Nähe der späteren Station Philadelphiabrücke (heute: Bahnhof Meidling). Am 7. Oktober 1989 ging das Herzstück der U6 zwischen den Stationen Philadelphiabrücke und Heiligenstadt in Betrieb. Viele tausende Einpendler aus dem Süden freuten sich, dass sie nun über S-Bahn und Umstieg am Bahnhof Meidling direkt zum Gürtel fahren konnten – eine enorme Erleichterung und Zeitersparnis.

Im Juni 1990 beschlossen Bund und Land gemeinsam die Verlängerung der U6 nach Siebenhirten und wegen der geplanten Weltausstellung EXPO1995 auch nach Floridsdorf. Auch wenn diese im Mai 1991 von der Wiener Bevölkerung abgelehnt wurde, war der Bau der U6 über die Donau bereits nicht mehr aufzuhalten.

Die Wiener U-Bahn: Status Quo

Heute, nach dem Aus- und Neubau der Linien U1, U2, U3, U4 und U6, ist das Wiener U-Bahn-Netz rund 80 Kilometer lang. Es umfasst derzeit 104 Stationen. Täglich sind rund 1,5 Mio. Menschen mit den unterschiedlichen Zügen, also mit Silberpfeilen, V-Wägen oder U6-Garnituren, unterwegs. Und das mit Ausblick: auf zahlreichen Streckenteilen ist die U-Bahn auch über der Erde unterwegs.

Inzwischen ist das Netz rund 80 Kilometer lang, ein weiterer Ausbau bereits beschlossen. Und es wird schon weiter gedacht bzw. geplant: Die U5 bzw. die Verlängerung der U2 sind bereits projektiert. Der Neuzugang, also die U5, wird im ersten Bauabschnitt vom Karlsplatz bis Frankhgasse/Altes AKH fahren – zum größten Teil auf der bisherigen U2-Strecke, die ihrerseits in südliche Richtung ausgebaut wird. Die Arbeiten sollen 2018 beginnen. Unter dem Titel “NEU4” investieren Stadt Wien und Wiener Linien bis 2020 insgesamt 335 Mio. Euro in die Modernisierung der U4. Die ersten Arbeiten laufen bereits.

Zahlen und Fakten zur U-Bahn

Die Wiener Linien betreiben das größte Verkehrsnetz Österreichs – inklusive 78,5 Kilometer U-Bahn. Für die Fahrgäste sind rund 150 U-Bahn-Züge unterwegs (Stand: 2013). Zur Infrastruktur der Wiener Linien gehören zusätzlich zu U-Bahn-Gleisen und Tunnelanlagen auch 104 U-Bahn-Stationen und vier U-Bahn-Betriebsbahnhöfe.

Nähere Infos zur Geschichte der Öffis finden Sie im Blog der Wiener Linien.

(red/Wiener Linien/apa)

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