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Gericht stoppt eine Schiele-Auktion

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Gegen die Versteigerung einer Schiele-Skizze zweifelhafter Herkunft im Wiener Auktionshaus im Kinksy wurde nun eine einstweilige Verfügung erlassen. Wer ist der rechtmäßige Besitzer?

Der US-Staatsbürger Erwin Hirsch hatte noch vor der Auktion Eigentumsansprüche an dem Blatt „Sitzende“ angemeldet; es sei seinem Vater, dem Wiener Universitätsprofessor Oskar Hirsch, vom NS-Regime gestohlen worden.

Das Landesgericht für Zivilrechtssachen schenkte Hirsch auf Grund der Akten Glauben und untersagte dem Auktionshaus, die Zeichnung „bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens“ an dritte Personen, also weder an die Käuferin noch an den Einbringer, herauszugeben. Da die Käuferin „nicht gutgläubig Eigentum erworben hatte“, sei „bis auf Weiteres vom rechtmäßigen Eigentum des Klägers auszugehen“. Die Israelitische Kultusgemeinde hatte im Rahmen der Auktion Zweifel vorgebracht, dass „der Einbringer der rechtmäßige Eigentümer“ sei.

Hirsch hatte sich im Vorfeld der Auktion bei dem Auktionshaus gemeldet. Auktionator Otto Hans Ressler hatte gegenüber der APA erklärt, er habe das Blatt dennoch versteigern lassen, da die Einbringerin, selbst NS-Opfer und Jüdin, darauf bestanden und ihr Anwalt mit Schadenersatzklage gedroht habe. Zudem sei die Skizze im „Art Loss Register“ nicht als geraubt gemeldet worden, auch der kontaktierten Provenienzforscherin Sophie Lillie seien keine Rückstellungsforderungen bekannt gewesen.

„Das Art Loss Register ist nur eine von vielen Möglichkeiten, die Herkunft zu überprüfen“, meinte dazu Restitutionsexpertin Erika Jakubovits von der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), welche die weitere Recherche übernehmen will, am Mittwoch gegenüber der APA. Dazu soll im Zug der einstweiligen Verfügung zunächst die Identität des Einbringers oder der Einbringerin geklärt werden.

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