AA

Gerharter-Urteil im BAWAG-Prozess am Mittwoch

Im BAWAG-Prozess wird am Mittwoch das "Faktum Gerharter" aus dem Verfahren ausgeschieden und "wenn möglich auch einer Entscheidung zugeführt", kündigte Richterin Claudia Bandion-Ortner am Dienstag zu Beginn der Verhandlung an.

Das heißt dass vermutlich morgen ein Urteil in der Causa des Geldgeschenks von 550.000 Euro an den ehemaligen Konsum-Chef Hermann Gerharter fallen wird.

Die Staatsanwaltschaft wirft Gerharter Beitragstäterschaft zur Untreue vor, da er vom ehemaligen BAWAG-Chef Helmut Elsner ein Geldgeschenk in Höhe von 550.000 Euro angenommen haben soll, was Gerharter auch bestätigt. Elsner und der in dieser Sache ebenfalls als Beitragstäter mitangeklagte ehemalige BAWAG-Generalsekretär Peter Nakowitz bestreiten, dass überhaupt Geld übergeben wurde, beziehungsweise dass sie mit der Übergabe etwas zu tun gehabt zu haben.

Zuletzt war in der Causa Gerharter im BAWAG-Prozess Ende Jänner verhandelt worden, es wurden Zeugen dazu befragt. “Gerharter kann längeres Warten nicht zugemutet werden”, begründete die Richterin, dass nun noch vor dem BAWAG-Urteil getrennt über das Geldgeschenk entschieden werde. Zu Beginn der morgigen Verhandlung habe sie aber noch Fragen an Gerharter zu Aufsichtsratsprotokollen, daher müssten morgen wieder alle neun BAWAG-Angeklagten erscheinen.

Der Anwalt von Ex-BAWAG-Chef Elsner, Wolfgang Schubert, stellte unterdessen heute einen Befangenheitsantrag gegen Staatsanwalt Krakow. Der Antrag werde der Leitung der Oberstaatsanwaltschaft überreicht, kündigte Schubert Dienstagvormittag an. Krakow hat den Vorwurf der Befangenheit zurückgewiesen. Noch heute soll darüber entschieden werden.

Stein des Anstoßes für Schubert ist die Veröffentlichung von BAWAG-Akten im Magazin “News” im Juni 2006, wozu am 22. Juni 2006 eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien eingelangt sei.

  • VIENNA.AT
  • Bawag
  • Gerharter-Urteil im BAWAG-Prozess am Mittwoch
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen