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Genforscher Josef Penninger glaubt nicht an zweiten Lockdown

Genforscher Josef Penninger glaubt nicht an einen zweiten Lockdown.
Genforscher Josef Penninger glaubt nicht an einen zweiten Lockdown. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Der Bildungsexperte Gerhard Schmid ("ZeitGespräche") traf den österreichischen Genforscher Josef Penninger. Sie sprachen über einen Impfstoff, einen zweiten Lockdown und die Gefährlichkeit von Covid-19.

"Ich denke, dass bei dieser geballten Macht an Hirnen und Geld schlussendlich etwas Gutes herauskommen wird", sagt Penninger zum Covid-19-Forschungsstand.

Penninger: Medikamente wird es früher geben als einen Impfstoff

Aber er differenziert: "Medikamente gegen Covid-19 werden wir früher haben als Impfungen. Aber bis das alles nach Wien kommt, wird‘s schon noch ein bissl dauern. Die Russen haben gerade ihren ,Sputnik V‘-Impfstoff herausgebracht, und die Idee dahinter ist grundsätzlich nicht schlecht. Das ist mehr oder weniger derselbe Impfstoff, der auch in England oder China entwickelt wird. Normalerweise dauert die Entwicklung eines Impfstoffes 10 Jahre, und für viele Viren haben wir bis heute nichts gefunden. Trotzdem hoffe ich, dass wir bald einen Impfstoff bekommen. Aber es wird nicht so leicht sein - und deshalb brauchen wir Medikamente, die wirken", sagt Penninger.

Über die Gefährlichkeit von Covid-19 sagt Penninger: "Laut unseren Daten ist die Anzahl der Covid-19-Infizierten weltweit 10 Mal höher als die offizielle Zahl. Wenn man in Österreich von 20.000 Infizierten spricht, sind es wahrscheinlich schon 10 Mal mehr. Wenn man sich die Todesstatistik anschaut, dann sind wir bei 0,4 bis 0,5 % Sterblichkeit. Was noch immer vier bis fünf Mal höher ist als bei der Grippe. Die Zahlen gehen auch noch weiter nach oben, wir sind also noch nicht einmal am Gipfel."

Covid-19 kann schlimme Langzeitfolgen haben

Über die Langzeitfolgen einer Covid19-Infektion meint Penninger: "Wenn uns das Virus infiziert, sitzt es in der Nasenschleimhaut und auf der Zunge. Bei den meisten bleibt es dann bei einem kleinen Schnupfen. Wenn man das aber in die Lunge bekommt, kann AC2 eine schwere Lungenentzündung verursachen - ganz anders als die Grippe. Dann geht es von der Lunge ins Blut, dann streut es. Es kommt zu Schlaganfällen, Embolien, 60 bis 70 % der schweren Verläufe tangieren auch den Herzmuskel. Und was als Schnupfen beginnt, kann schlimmstenfalls in einem Multiorganversagen enden."

Penninger glaubt nicht an 2. Lockdown

An einen zweiten "Shutdown" glaubt Penninger freilich nicht: "Sicherlich sind Masken allein nicht ausreichend. Aber wir leben in einer Welt, in der die Wirtschaft am Laufen gehalten werden muss, und in der die Leute Geld verdienen müssen. Deshalb kann und wird es einen zweiten Shutdown nicht geben".

(Red)

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