Generationenwechsel bei den Metallern

Rudolf Nürnberger &copy APA
Rudolf Nürnberger &copy APA
Beim Gewerkschaftstag im Wiener Austria Center zieht sich der legendäre Vorsitzende Rudolf Nürnberger am Dienstag nach 18 Jahren im Amt zurück und übergibt das Zepter an den bisherigen Zentralsekretär Erich Foglar.

Die Metaller-Gewerkschaft wird größer und bekommt einen neuen Chef. Gleichzeitig wird die Fusion der Metaller-Gewerkschaft mit jener für Agrar-Nahrung-Genuss abgesegnet.

Mit dem Zusammenschluss überholen die Metaller mit gut 235.000 Mitgliedern die Beamten-Gewerkschaft und sind von der Größe her künftig hinter der GPA die Nummer zwei im ÖGB. Der neue Name lautet Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung – abgekürzt GMTN. Residieren will man weiter in der Plößlgasse im vierten Wiener Gemeindebezirk.

Bei der Eröffnung des ersten gemeinsamen Gewerkschaftstags ab 14.00 Uhr werden die Vorsitzenden aller Gewerkschaften erwartet. Auf dem Programm stehen dabei Nürnbergers letzte große Rede sowie ein Referat von ÖGB-Präsident Hundstorfer. Zusätzlich beschließt der Gewerkschaftstag die Fusion und wählt den neuen Vorsitzenden, wobei Foglar als einzigem Kandidaten die Mehrheit wohl sicher ist.

Nürnberger hatte seinen vor drei Wochen angekündigten Rückzug damit begründet, dass der ÖGB – nach dem BAWAG-Skandal und dem Rücktritt von ÖGB-Präsident Verzetnitsch – in der schwierigsten Situation seit seinem Bestehen sei und daher eine Totalreform der Gewerkschaftsbewegung nötig sei. Diese könne nur dann glaubwürdig sein, wenn sie jüngere Personen mit neuen Ideen und neuen Zugängen tragen und umsetzen.

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