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"Generation 19+" Vorbereitung auf Arbeitsmarkt

Symbolfoto |&copy Bilderbox
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Ein durch das EU-Programm Equal gefördertes Pilotprojekt soll in Wien arbeitslose junge Menschen auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt unterstützen.

„Generation 19+“ will über begleitete geringfügige Beschäftigung in verschiedenen Bereichen grundlegende Arbeitstugenden vermitteln. Vorgestellt wurde die Initiative am Montag von Wiens Sozialstadträtin Renate Brauner (S) und Caritas-Direktor Michael Landau.

„Generation 19+“ adressiert Personen zwischen 19 und 30 Jahren, die bereits seit längerem arbeitslos sind und keine abgeschlossene Ausbildung besitzen. Dabei richtet man sich nur an Wiener aus den Bezirken Erdberg, Simmering, Ottakring, Hernals und Währing.

Bis zu sechs Monate können 36 Betroffene im Projekt verweilen. Als Vorstufe zu weiterer Qualifizierung können in mehreren Einzelprojekten wie der Fahrradreparatur, dem kreativen Handwerk oder der Herstellung von Möbelstücken grundlegende Arbeitserfahrungen gesammelt werden.

Die Teilnehmer absolvieren das Programm in Form einer geringfügigen Beschäftigung im Ausmaß von zwölf Wochenstunden und können ihren Verdienst als Zusatz zu bestehenden Förderungen behalten. Zugewiesen werden die Teilnehmer durch das Arbeitsmarktservice (AMS), die Magistratsabteilung für Soziales (MA15) und den Wiener Arbeitnehmerförderungsfonds (WAFF).

Seit Projektbeginn im Oktober haben sich 53 Interessenten gemeldet, von denen bereits 20 in den regulären Arbeitsmarkt übernommen wurden. Insgesamt will das bis Anfang 2007 befristete Projekt bis dahin 90 Jugendliche in dieser Form betreuen.

„Das ist ein sehr guter Start“, freute sich Caritas-Direktor Landau. Schließlich stehe man heute vor der Situation: „Viele junge Menschen suchen Arbeit wie einen Bissen Brot und finden keine“, bedauerte er.

Dennoch seien 16 Prozent der Sozialhilfeempfänger in Wien junge Menschen, bei den potenziell Arbeitsfähigen sogar 32 Prozent, mahnte Brauner. Im vergangenen Oktober waren in Wien 2.383 Menschen zwischen 20 und 29 Jahren länger als sechs Monate arbeitslos. Deshalb seien Projekte wie „Generation 19+“ so wichtig.

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