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Geldstrafe für Homo-Aktivisten wegen Kundgebung

"Gay-Pride" in Moskau verboten
"Gay-Pride" in Moskau verboten
Weil sie eine Kundgebung von Schwulen und Lesben in Moskau organisiert haben, müssen drei Aktivisten jeweils 20.000 Rubel (rund 500 Euro) Geldstrafe zahlen. Ein Gericht in Moskau habe unter anderem die Reporterin Jelena Kostjutschenko von der kremlkritischen Zeitung "Nowaja Gaseta" verurteilt, da sie trotz eines Verbots zu einer "Gay Parade" aufgerufen habe, berichtete ein Schwulenaktivist.


Bei der Kundgebung am 25. Mai hatte die Polizei mehrere Teilnehmer festgenommen. Homosexualität ist in Russland straffrei. Moskaus höchstes Gericht hatte jedoch im vergangenen Jahr ein generelles Verbot von “Gay Pride”- und ähnlichen Paraden bis 2112 bestätigt. Proteste von Schwulen und Lesben werden oft mit Polizeigewalt aufgelöst.

Kremlchef Wladimir Putin hatte bestritten, dass Menschen in Russland wegen ihrer sexuellen Neigung diskriminiert würden. Ende Juni setzte er trotz scharfer internationaler Protesten ein umstrittenes Gesetz in Kraft, das “Homosexuellen-Propaganda” in Anwesenheit von Minderjährigen verbietet. Nach Ansicht von Kommentatoren ist das Gesetz auch ein Zugeständnis an die einflussreiche orthodoxe Kirche, eine wichtige Machtstütze Putins.

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