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Geisterspiel: Nur ein Unentschieden für Austria gegen Brijeg

©vienna.at/sportshooter.at
Einen holprigen Start erwischte die Wiener Austria bei ihrem ersten (internationalen) Bewerbsspiel. Ungewohnte Schwächen bei Standardsituationen ließen die Violetten zwei Mal in Rückstand geraten, doch Roland Linz und Schumacher retteten den Veilchen ein Unentschieden im Geisterspiel im Horr-Stadion. Beim Rückspiel in Bosnien nächste Woche muss die Austria unbedingt treffen, um nicht vorzeitig aus dem Traum von Europa zu erwachen.
Bilder vom Geisterspiel

Austria versuchte von Beginn an das Kommando zu übernehmen und tauchte in den ersten Minuten gefährlich vor dem Gehäuse von Brijeg auf. Doch Linz und Co. vermochten nichts Brauchbares aus den Möglichkeiten zu machen. Im Gegenzug hatten die Bosnier durch Mateo Roskam (12.) die erste große Chance im Spiel, dessen Schuss segelte jedoch über das Tor.

Marko Stankovics Kopfball (19.), nach einer Flanke von Petr Vorisek, war die erste gute Möglichkeit der Violetten. Brijeg-Tormann Dejan Bandovic musste sich strecken, um den Ball noch bändigen zu können. Austria tat sich schwer gegen eine disziplinierte bosnische Abwehr und versuchte über die Außenbahnen Schwung ins Angriffsspiel zu bringen, was größtenteils  völlig misslang. In der 24. Minute schickte der Referee die Spieler aufgrund der tropischen Temperaturen im Horrstadion zu einer Trinkpause.

Gestärkt von dieser kurzen Unterbrechung gingen die Bosnier in Führung. Nach einem Freistoß verpasste Vorisek den Ball und Wagner traf per Kopf zum 1:0 für die Gäste (26.) – Heinz Lindner war chancenlos. Austria fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz und vor allem die Schnelligkeit um die Defensive von Brijeg auszuhebeln.

Aleksandar Dragovic probierte es mit einem Freistoß (33.), verfehlte aber das Gehäuse um einen guten Meter. Die letzten Minuten vor der Pause nahm die Fehlpassquote auf beiden Seiten zu, auch der Ideengeber und Spielmacher der Austria, Zlatko Junuzovic, kam über die gesamte Spielzeit so gut wie nicht zur Geltung. Die letzte Möglichkeit für Violett in der ersten Halbzeit vergab der stark spielende Stankovic. Er traf Voriseks Flanke nicht richtig und bereitete Bandovic dadurch keine Probleme (45.).

Karl Daxbacher stellte zur Pause sein System um. Schumacher kam als zweite echte Spitze für Vorisek ins Spiel, dessen Position wiederum Florian Klein einnahm. Stankovic wechselte von der (hängenden) Spitze ins rechte Mittelfeld. Schon nach wenigen Minuten machte sich die Umstellung bezahlt. Roland Linz dribbelte im Strafraum zwei Verteidiger aus und traf mit einem Flachschuss zum 1:1 (50.). 60 Sekunden später köpfelte Austria-Kapitän Linz nach einer Flanke von Michael Liendl scharf auf das Tor, doch abermals konnte der Schlussmann der Bosnier klären.

Einen erneuten Patzer der Austriaabwehr nutzte Topic per Kopf zum 2:1 (54.) für NK Siroki: Nach einem Freistoß hatte Julian Baumgartlinger seinen Gegenspieler im Strafraum völlig frei zum Kopfball kommen lassen. Austria blieb aber im Spiel und erzielte drei Minuten später den erneuten Ausgleich. Eine Suttner-Flanke von links gab Linz an den eingewechselten Schumacher weiter und der Brasilianer staubte sicher zum 2:2 (57.) ab.

Austria setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest und suchte die Entscheidung. Linz hatte die Riesenmöglichkeit auf seinen zweiten Treffer und die Führung für die Austria. Schumachers einwandfreies Zuspiel im kleinen Strafraum vergab der Goalgetter der Austria aus sehr guter Distanz (72.). Fünf Minuten später verfehlte Schumacher eine Liendl-Flanke nur haarscharf. In der Schlussphase vergaben abermals  Linz (85.) und Junuzovic (88.) die Chancen auf den Siegestreffer.

Karl Daxbacher (Trainer Austria): “Ich bin nicht zufrieden mit dem Resultat und dem Beginn des Spiels. Durch ein dummes Foul und eine Standardsituation sind wir in Rückstand geraten. Erst nach der Pause haben wir zu unserem Spiel gefunden. Das erste Tor war eher glücklich für den Gegner, das zweite ein klarer Stellungsfehler von uns. Dass keine Zuschauer hier waren, lasse ich nicht als Argument gelten. Die Chancen sind nun etwas besser für Siroki Brijeg, aber wir können dort gewinnen.”

Roland Linz (Torschütze Austria): “Wir waren 90 Minuten überlegen, haben aber bei zwei Standardsituationen durch Unkonzentriertheiten die Tore bekommen. Das darf nicht passieren. Wir hätten trotzdem den Sack heute schon zumachen können, weil wir noch mehrere Chancen gehabt haben. Ich glaube aber fest an den Aufstieg.”

Julian Baumgartlinger (Spieler Austria): “Für das Spiel sollte es eigentlich nichts ändern, wenn keine Zuschauer im Stadion sind. Trotzdem fehlt etwas, die Fans können dich in bestimmten Situationen noch einmal nach vorne pushen.”

Marko Stankovic (Spieler Austria): “Die Chance auf den Sieg wäre da gewesen. Wir hätten entschlossener rangehen müssen und müssen die Unkonzentriertheiten hinten abstellen. Wir haben den Gegner dominiert, nur die Tore haben gefehlt.”

Ivo Istuk (Trainer Siroki Brijeg): “Im Großen und Ganzen bin ich mit der Leistung zufrieden. Daheim werden wir stärker sein und alles geben, um den Aufstieg zu schaffen. Schade, dass keine Zuschauer da waren, vielleicht wäre das Spiel dann anders verlaufen.”

UEFA EUROPA LEAGUE – 2.Qualifikationsrunde
FK Austria Wien – NK Siroki Brijeg 2:2 (0:1)
Horrstadion, SR Kuchin (KAZ)

Tore: 0:1 Wagner (26.), 1:1 Linz (50.), 1:2 Topic (54.), 2:2 Schumacher (57.)

FK Austria Wien: Lindner- Vorisek (46.Schumacher), Dragovic, Ortlechner, Suttner – Klein (82.Margreitter), Baumgartlinger (72.Hlinka), Junuzovic, Liendl – Linz, Stankovic
NK Siroki Brijeg: Bandovic – Diogo, Renato, Topic, Barisic – Roskam, Kozul (69.Weitzer), Ivankovic, Silic – Wagner (93.Brekalo), Varea (62.Pinjuh)

Gelbe Karten: Ortlechner, Liendl, Junuzovic, Dragovic bzw. Topic
Die Besten: Stankovic, Liendl, Schumacher bzw. Bandeovic, Wagner, Topic

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