Geiselnahme im Parlament: Verwirrter Mann muss sich vor Gericht verantworten

Ein verwirrter Mann nahm im August 2011 im Parlament eine Frau als Geisel.
Ein verwirrter Mann nahm im August 2011 im Parlament eine Frau als Geisel. ©Bilderbox.at
Ein 34-Jähriger muss sich am Montag in Wien vor Gericht verantworten. Der Mann hatte am 27. August 2011 im Parlament für Aufsehen gesorgt, indem er mit einem Buttermesser und Steinen eine Mitarbeitern in seine Gewalt brachte.
Geiselnahme im Parlament beendet

Strafrechtlich kann der 34-jährige Iraner, der im Parlament einen verwirrten Eindruck hinterließ, nicht zur Verantwortung gezogen werden, da ihm ein Psychiater infolge einer psychischen Erkrankung Zurechnungsunfähigkeit bescheinigt. Die Staatsanwaltschaft wird daher seine Unterbringung in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher beantragen.

Mann bedrohte Parlamentsmitarbeiter mit Messer und Steinen

Der Asylwerber war zunächst im Besucherzentrum des Parlaments auffällig geworden, indem er Mitarbeiter attackierte und Hieb- und Stichbewegungen in deren Richtung ausführte. “Wo ist Fischer?”, rief er immer wieder, um offenbar einen Gesprächstermin mit dem Bundespräsidenten zu erwirken. Als es gelang, den 34-Jährigen in die Sicherheitszentrale abzudrängen, bemächtigte er sich einer Mitarbeiterin, mit der er sich verschanzte. Die Einsatzkräfte der WEGA konnte die Frau schließlich unverletzt befreien den 34-Jährigen festnehmen.

(APA/Red)

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