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Gegen neue Einkaufszentren

Wiens Wirtschaftskammerpräsident Nettig ist gegen zwei geplante Großeinkaufszentren beim Happelstadion und beim Südbahnhof - er kritisiert eine "Fehlplanung der Stadt Wien".

Der Präsident der Wiener Wirtschaftskammer (WKW), Walter Nettig, warnt vor neuen Einkaufszentren in der Bundeshauptstadt. Diese würden an ungeeigneten Standorten geplant und gefährden laut Nettig vor allem die zahlreichen Einkaufsstraßen der Stadt. Anlass für den Vorstoß der Wirtschaftskammer sind zwei konkrete Vorhaben: Sowohl beim Südbahnhof als auch beim Ernst-Happel-Stadion im Prater – wohin bis 2008 auch die U-Bahn fahren wird – sind neue Shopping-Center geplant.


Der Komplex beim Stadion soll laut Nettig über 27.000 Quadratmeter Verkaufsfläche verfügen. Das Projekt löse bei ihm nur Kopfschütteln aus, versicherte der Kammerpräsident vor Journalisten: „Dieser Standort ist für ein Einkaufszentrum völlig ungeeignet.“ Wohnbevölkerung gebe es dort nur wenig. Es würde vielmehr anderen Zentren und den Einkaufsstraßen Kunden wegnehmen.


Auch das riesige Vorhaben am Südbahnhof gehöre zu den „klaren Fehlplanungen“, so Nettig. Bis zu 50.000 Quadratmeter solle es laut jüngsten Meldungen umfassen. „Das ist in Wahrheit eine Horrorentwicklung“, klagte der Kammerpräsident. Auch in diesem Fall wäre eine Einkaufsstraße, nämlich die Favoritenstraße, massiv bedroht, hieß es.

Warnung vor “Investitionsruinen”


Nettig warnte vor „Investitionsruinen“, wie es sie auch bei den Groß-Kinos schon gebe. Denn auch die Kunden haben laut Nettig die „immer gleichen Einkaufszentren“ satt. Eine Marktbereinigung stehe bevor.


Die designierte Nachfolgerin Nettigs, Brigitte Jank, kommt selbst aus der Immobilienbranche – und bekräftigte die Warnung: „Nicht jedes Projekt kann laufen. Ein gewisses Augenmaß sollten auch Investoren nicht verlieren.“


Als wünschenswert erachteten die Vertreter der Wiener Wirtschaftskammer kleinere Projekte in den Einkaufsstraßen. „Mini-Einkaufszentren“ würden dort durchaus zur Belebung beitragen hieß es. Als Beispiel wurde etwa die vor kurzem eröffnete „Arcade Meidling“ an der Meidlinger Hauptstraße genannt.

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