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Gefoltertes Mädchen: Erschütternde Details

Der Vater und die Stiefmutter des Mädchens, das schwerst misshandelt ins SMZ Ost eingeliefert wurde, sind teilweise geständig - Stiefmutter spricht von "Erziehungsmaßnahmen".

Die zehnjährige Jaqueline liegt nach den schweren Misshandlungen durch ihre Eltern immer noch in der Kinderintensivstation im SMS-Ost in Wien im künstlichen Tiefschlaf. Wenn die Kleine von den Ärzten wieder zu Bewusstsein gebracht wird, soll das Mädchen über die Tortur einvernommen werden. „Wir werden dabei ganz behutsam vorgehen, zuerst sind einmal die Psychologen gefragt“, sagte Mag. Ewald Ebner vom Kriminalkommissariat Nord. Seitens des SMZ Ost wollte man keine Angaben über den Gesundheitszustand und die weiteren Behandlungsverlauf der Zehnjährigen machen.


Nach den Ermittlungen der Polizei wurden der Zehnjährigen die Verletzungen binnen drei Wochen zugefügt. Der noch in der Nacht auf Samstag vom SMZ-Ost von der Polizei abgeführte 26-jährige Vater des Mädchens erklärte bei den Einvernahmen schließlich, “nur” für die Brandverletzungen am Gesäß des Kindes verantwortlich zu sein, darüber hinaus habe er ihr Tritte zugefügt. Das berichtet ORF on.

Zunächst wurden Unbekannte beschuldigt


Zunächst hatte der arbeitslose Mann ausgesagt, seine Tochter habe am Freitag gegen Mittag die Wohnung in Floridsdorf verlassen, um einkaufen zu gehen, und sei dann erst um 23.00 Uhr mit schweren Verletzungen zurückgekommen.


Unterwegs habe sie ein Unbekannter in ein Auto gezerrt, in eine Wohnung gebracht und dort misshandelt worden, ehe der Mann sie wieder nach Hause gebracht habe. Diese Angaben stellten jedoch sich rasch als falsch heraus, da die Verletzungen der Zehnjährigen zum Teil älteren Datums waren. “Es dürfte vielmehr so gewesen sein, dass der Vater die kleine Jaqueline deshalb ins Spital brachte, da das Kind nach einem Messerstich so schwer verletzt war, dass die Eltern glaubten, sie würde verbluten”, so die Polizei.


Die Stiefmutter, ebenfalls 26 Jahre alt, wurde am Sonntag festgenommen. Sie dürfte, so die Kriminalisten, für den Großteil der Misshandlungen verantwortlich sein. So sei die Frau dringend verdächtig, dem Mädchen die großflächigen Verbrennungen mit einem Bügeleisen zugefügt zu haben.


Darüber hinaus sei das Kind nachts mit Händen und Füßen am Lattenrost seines Bettes festgebunden worden. Tagsüber wurden der Kleinen, wie Ebner berichtete, die Hände “in einer Art Bethaltung” mit Klebebändern gefesselt.


Die kleine Jaqueline war erst im September zu ihrem Vater und zur Stiefmutter nach Wien gekommen, nachdem sich zuvor die Großmutter um das Mädchen gekümmert hatte. Das Paar hat noch zwei weitere Kinder, die jetzt in einer Betreuungseinrichtung sind.

Mutter spricht von “normalen Züchtigungsmaßnahmen”


Für ihre leiblichen Kinder hatte die im achten Monat schwangere Mutter offenbar gut gesorgt. “Es war aber unglaublich, wie gelassen sie bei der Einvernahme wirkte”, sagte Ebner. “Sie hat versucht, die Vorwürfe zu beschönigen. Die Misshandlungen hat sie als normale Erziehungs- bzw. Züchtigungsmaßnahmen bezeichnet.”

Link: Mädchen ins Koma geprügelt


Redaktion: Elisabeth Skoda

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