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Gefährlicher Geiselnehmer auf der A1

Vienna Online
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"Sehr gefährlich" schätzt die Polizei den flüchtigen Bankräuber und Geiselnehmer aus Feldkirch in Vorarlberg ein. Nachdem das Fluchtauto in Salzburg gefilmt wurde, soll es inzwischen auf dem Weg nach Wien schon bis Oberösterreich gekommen sein.

Bei dem Auto, in dem der als “sehr gefährlich” eingeschätzte Bankräuber von Feldkirch mit seiner 37-jährigen Geisel geflüchtet ist, handelt es sich um den Wagen der Bankangestellten. Der blaue VW Golf, der derzeit von der Polizei beobachtet wird, sei in Richtung Wien unterwegs und wurde in Salzburg gesichtet. Das Auto habe möglicherweise inzwischen aber bereits oberösterreichischen Boden erreicht, hieß es bei einer Pressekonferenz am Donnerstagmittag. Um 17.00 Uhr soll es in einer zweiten Pressekonferenz weitere Informationen geben.

In dem Fall habe man eine “dynamische Entwicklung”, so Hans-Peter Ludescher, stellvertretender Sicherheitsdirektor. Wie weiter vorgegangen werde, liege nun in der Verantwortung der Salzburger und der oberösterreichischen Kollegen. Man habe derzeit nur geringe Informationen zum Stand der Dinge. Herbert Burtscher, stellvertretender Feldkircher Bezirkshauptmann, appellierte eindringlich an den Täter seine Geisel freizulassen und die Situation nicht durch eine Kurzschlusshandlung zu verschärfen.

Laut Angaben von Hardy Tschofen vom Landeskriminalamt Vorarlberg hat der Täter nach dem Überfall die Angestellte gezwungen, mit ihm in ihrem Wagen zu flüchten. “Wir wissen derzeit nicht, warum der Täter die Frau dazu genötigt hat”, so Tschofen. Nach ersten Informationen sitze möglicherweise die Bankangestellte auch am Steuer. “Es handelt sich mit ziemlicher Sicherheit um einen sehr gefährlichen Täter”, erklärte der Ermittler. Man gehe auch davon aus, dass Pistole und der silbernfarbene Schalldämpfer, den der Mann benutzte, echt seien.

Der Alarm, der die Polizei auf den Plan rief, wurde von der zweiten Bankangestellten ausgelöst. Sie befand sich nicht im selben Raum, bemerkte den Überfall aber. Es sei besser gewesen, dass die Frau nicht in Erscheinung getreten sei, betonte Tschofen. “Sonst hätten wir womöglich zwei Geiseln”, so der Ermittler. Die genaue Beschreibung des Mannes habe man aus den Videoaufnahmen der Überwachungskamera gewonnen. Der Mann trug neben einem Hut und einer Sonnenbrille eine Jogginghose mit Streifen und dunkle Schuhe. Bei dem Fall handle es sich um eine “absolut traurige Premiere” in Vorarlberg, so Tschofen.

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