Gefährliche Protestfahrt

Mit 10km/h durchs ganze Land für 45.000 Behinderte. Stadtreporter Video: 

Der Vorarlberger Hans Jürgen Holzer fährt mit 10km/h durchs Land um auf die Benachteiligung von 45.000 behinderten Österreichern aufmerksam zu machen.

Von Holzer beabsichtigte Treffen mit Tirols Landeshauptmann Günter Platter (V) sowie mit Salzburgs Regierungschefin Gabi Burgstaller (S) kamen nicht zustande. “Das hat mich sehr enttäuscht”, bekannte Holzer. Er hoffe weiter auf ein Gespräch mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S), das für den 2. Juni vereinbart worden sei.
Die Fahrt ist eine politische Protest-Aktion, um auch auf die finanziellen Probleme Behinderter (Alterssicherung) aufmerksam zu machen.

Holzer begann seine Protestfahrt am 4. Mai in Feldkirch. Selbst seit Geburt halbseitig gelähmt, will er auf die Pensionsproblematik von Menschen mit Behinderung aufmerksam machen. 45.000 Behinderte stünden ohne Pensionsanspruch da und seien weder sozial- noch unfallversichert. “Personen, die etwa bei der Lebenshilfe oder der Caritas für ein Taschengeld arbeiten, haben keine Pensionsberechtigung”, beschwert sich der 56-Jährige. Eine diesbezügliche Gesetzesänderung würde Holzers Angaben zufolge 55 Mio. Euro kosten und stehe im Regierungsprogramm. Nun aber würden sich Bund und Länder gegenseitig den Ball zuschieben und sich aneinander abputzen.

Wir treffen den verwegenen Fahrer nach seiner Ankunft in Wien und hören, was er über seine Ziele und die Probleme auf der Reise zu berichten hat. Eins steht fest: die Fahrt ist lebensgefährlich, neben zahlreichen Gefahrensituationen im Straßenverkehr wurde Holzer sogar vom Blitz getroffen, was zum Schaden seines ersten Elektromobils geführt hatte.

 

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