AA

GB: Blair schließt sich Gates an

Der britische Premierminister Tony Blair hat sich den Äußerungen des designierten US-Verteidigungsministers Robert Gates über den Irak angeschlossen.

„Natürlich“, sagte Blair am Mittwoch vor dem Londoner Unterhaus auf die Frage, ob er Gates’ Standpunkt teile. Er selbst habe im Juli gesagt, dass die Lage in Bagdad mit ihrer sektiererischen Gewalt und dem Blutvergießen „entsetzlich“ sei. Gates hatte am Vortag erklärt, die USA könnten den Krieg im Irak nicht gewinnen.

„Wichtig ist jedoch, wie (Gates) hinzufügte, dass wir weitermachen, um die von uns selbst auferlegte Mission erfolgreich zu beenden.“ Der Premier nannte als Prioritäten den Aufbau der irakischen Armee und die Unterstützung der irakischen Regierung sowie das gleichzeitige Bemühen um eine Lösung des gesamten Nahost-Konflikts, vor allem des israelisch-palästinensischen Konflikts.

Blair widersprach dem Vorwurf, die britische Regierung habe sich mit ihrer Beteiligung an der Invasion im Irak der US-Außenpolitik unterworfen. „Natürlich müssen wir diese Politik auf der Grundlage der britischen nationalen Interessen bewerten“, sagte er. „Unsere Aufgabe ist es, diejenigen zu unterstützen, die für Demokratie sind, und das werden wir weiter tun.“

Blair äußerte sich in seiner wöchentliche Fragestunde vor dem Parlament kurz vor seiner Abreise nach Washington, wo er am Donnerstag US-Präsident George W. Bush treffen wollte. Bush nahm am Mittwoch Vorschläge einer Experten-Kommission für die zukünftige Irak-Politik entgegen. Die Kommission unter der Leitung des früheren US-Außenministers James Baker empfiehlt laut Presseinformationen unter anderem die Einbeziehung Syriens und des Iran in eine Irak-Politik. Für einen entsprechenden Strategiewechsel hatte sich auch Blair ausgesprochen.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • GB: Blair schließt sich Gates an
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen