Gaza-Flotte - Israel sieht keinen Grund für Entschuldigung

Israel sieht nach der Erstürmung eines internationalen Hilfskonvois im Mittel­meer mit neun Toten keinen Grund für eine Entschuldigung. "Wir müssen uns nicht dafür entschuldigen, dass wir uns selbst verteidigt haben", sagte Vizeaußenminister Danny Ajalon nach Angaben seines Büros in Jerusalem.
Pressestimmen zu israelischem Militäreinsatz
Tote bei Sturm israelischer Soldaten auf Gaza- Flotte

Ajalon bezeichnete die sechs Schiffe der “Gaza-Solidaritätsflotte” als eine “Armada des Hasses und der Gewalt”. Sie sei nur ein Beispiel für die “ständigen Provokationen, denen Israel ausgesetzt” sei. Der stellvertretende Außenminister fällte auch ein vernichtendes Urteil über die rund 700 pro-palästinensischen Aktivisten an Bord der Schiffe. “Bitte sagen Sie mir, welche Friedensaktivisten haben lange Messer und Schlagstöcke aus Metall dabei und versuchen andere umzubringen”, sagte er.

Nach der Kommandoaktion vom Montagmorgen im Mittelmeer, bei der nach Armeeangaben neun Aktivisten getötet und 45 weitere verletzt worden waren, sieht sich Israel einer Welle internationaler Kritik ausgesetzt. Ein Vorwurf lautet beispielsweise, dass der Einsatz der Elitesoldaten unverhältnismäßig gewesen sei. Andere hielten Israel vor, dass es auch andere Möglichkeiten gegeben hätte, um die Flottille zu stoppen. Auch in Israel selbst gibt es starke Kritik an der Vorbereitung und Durchführung der Militäraktion. Allerdings wird die Schuld an der blutigen Eskalation ganz überwiegend den Aktivisten zugeschrieben.

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