Gault Millau 2012: Die österreichische Gastronomie macht sich

Der Restaurantführer Gault Millau nimmt Lokale streng unter die Lupe.
Der Restaurantführer Gault Millau nimmt Lokale streng unter die Lupe. ©apa
Der am Mittwoch in der Spanischen Hofreitschule vorgestellte Gault Millau 2012 konstatiert Bewegung in der heimischen Kulinarik-Szene. 843 Restaurants hat das Team rund um Karl und Martina Hohenlohe unter die Lupe genommen - die Wiener liegen dabei nicht sehr weit vorne.
Promis bei der Präsentation des Gault Millau in Wien

Als Aufsteiger des Jahres erkochte sich das Grandhotel Lienz ein Plus von 2,5 Punkten; die größte Abstufung erfuhr der Innsbrucker “Pavillion” (von 15 auf 12,5). Auch das Wiener Fabio’s zählt (mit 14 statt 16 Punkten) zu den eindeutigen Verlierern, so der strenge Gault Millau.

Wien gehört nicht zu den kulinarischen Aufsteigern

Wien liegt keineswegs weit vorne, die Bundesländer verfügen über eine ausgesprochen breite Palette an Gourmettempeln. Auch Südtirol ist für Feinschmecker eine Reise wert. St. Pölten bleibt die einzige Landeshauptstadt ohne Haube.

Nicht nur der delikate Duft höchster Gaumenfreuden lag in der Luft, auch der zarte Geruch der edlen weißen Hengste umgab die zahlreichen geladenen Genussmenschen in den ehrwürdigen Mauern der Wiener Hofburg. Unter ihnen Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad, Urgestein Dagmar Koller, Intendant Harald Serafin, Dompfarrer Toni Faber, Slow-Food-Verfechterin Barbara van Melle, Moderator Christoph Wagner-Trenkwitz und Kurier-Chefredakteur Helmut Brandstätter.

“Taubelkogel”, “Hubertus”, “Obauer” und “Steirereck” führen weiterhin das Ranking an: vier Hauben oder 19 von 20 Punkten (die Höchstnote wurde bis dato nicht vergeben) bleiben bei den Vorjahressiegern. Mit nur einem Punkt Abstand folgen “Petit Tirolia”, “Landhaus Bacher”, “Döllerer”, “Alexander”, “Kreuzwirt”, “Griggeler Stuba” und “Rosengarten”. 

Besonders eindrucksvoll neu eingestiegen sind das “Palais Coburg” und “Schlossstern Velden” (mit jeweils 17 Punkten). Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V) kürte den “Blaufränkisch Rusterberg 2009” (Rosi Schuster) zum “Wein des Jahres”; in der neuen Kategorie “Hotel des Jahres” überzeugte mit dem Hotel Schloss Fuschl ein Drehort aus den “Sissi”-Filmen.

Slowenien erstmals ebenfalls im Gault Millau-Ranking

Gastgeber Hohenlohe sorgte für Heiterkeit, als er von den “Zeugungswehen” des neuen Lokalführers sinnierte. Jedenfalls habe man den Gault Millau diesmal “ziemlich aufgeräumt” – “magaziniger” nannte die Chefredakteurin das Ergebnis. Die kulinarische Reise führt über die Grenzen der Alpenrepublik hinaus und umfasst auf 568 Seiten auch Südtirol, Kroatien, Prag, Bratislava, Budapest und Slowenien. Heuer erstmals mit in der Bewertung: Slowenien.

Der Gault-Millau ist ein nach seinen Herausgebern Henri Gault (1929–2000) und Christian Millau (*1929) benannter und neben dem Guide Michelin einflussreichster Restaurantführer.

(apa)

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