Gasexplosion in Wien-Meidling

Acht Verletzte hat Sonntag am späten Vormittag eine Gasexplosion in Wien-Meidling gefordert. Ein 66-Jähriger hat bei dem Unglück lebensgefährliche Verbrennungen erlitten. Das Haus in der Pohlgasse 33 wurde bis auf weiteres gesperrt.

Die rund 30 Bewohner mussten in Ersatzwohnungen untergebracht werden. Am Ort des Geschehens bot sich ein Bild der Verwüstung.

Wie Oberärztin Elisabeth Schön von der Wiener Rettung auf APA-Anfrage erklärte, hat das Hauptopfer des Unglücks Verbrennungen zweiten und dritten Grades an rund 60 Prozent der Körperoberfläche erlitten. Der Mann wurde in das Allgemeine Krankenhaus (AKH) gebracht. Auch eine 71-Jährige, die Rissquetschwunden am Hinterkopf und Prellungen erlitten hatte, hat man ins AKH eingeliefert. Eine 25-jährige Frau und ein 58-Jähriger Mann kamen ins Hanuschkrankenhaus. Weitere vier Personen wurden am Ort des Geschehens ambulant versorgt.

Zu der Explosion war es in dem vierstöckigen Altbau in einer Wohnung im ersten Stock gegen 10.50 Uhr gekommen. Laut Rathauskorrespondenz hat der Unfall einen Gesamtschaden rund eine Million Euro hervorgerufen. Über die genaue Ursache war am Nachmittag noch nichts bekannt. Unklar blieb vorerst, ob eine Gasflasche oder ausströmendes Gas die Explosion ausgelöst hatte.

An Ort und Stelle bot sich ein Bild der Verwüstung: Das Haus wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. An der Außenseite des Altbaus waren große Risse im Bereich der Unglückswohnung zu sehen. Weiters war ein Teil der Zwischendecke einer darunter liegenden Wohnung herabgestürzt, wie Ernst Ambrozy von der Wiener Feuerwehr schilderte. Auch eine Zwischenwand, welche die Wohnungen 15 (Explosionsherd) und 16 im ersten Stock trennte, war eingestürzt. In den verwüsteten Wohnungen lag der Schutt bis zum Fensterbrett.

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