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Gas ausgetreten: Schadstoffeinsatz im IZ NÖ Süd am Dienstag

Mehrere Stunden dauerte der Schadstoffeinsatz der Feuerwehr am Dienstag.
Mehrere Stunden dauerte der Schadstoffeinsatz der Feuerwehr am Dienstag. ©Herbert Wimmer / Pressestelle BFK Mödling
Im Industriezentrum Niederösterreich Süd sorgte am Dienstagnachmittag ein Schadstoffaustritt für einen großen Feuerwehreinsatz. Zunächst wurde Chlorgas vermutet, bei späteren Messungen stellte sich jedoch heraus, dass in einem der Container mit Küchengeräten die Werte für Ammoniak und Kohlenwasserstoffe erhöht waren.
Bilder vom Schadstoffeinsatz

Beißender Geruch trat beim Öffnen aus einem voll beladenen 40-Fuß-Container aus. Die Arbeiter vor Ort beendeten das Abladen des Containers sofort und alarmierten die Feuerwehr. Der Notruf ging am Dienstag um 13.11 Uhr ein, zunächst lautete das Alarmstichwort Chlorgasaustritt.

Feuerwehr ließ während des Einsatzes das Gebäude räumen

Bei der Spedition angekommen, ließ die Feuerwehr das Gebäude räumen und die Zufahrt auf das Gelände sperren. Als weitere Erstmaßnahme wurden die Frachtpapiere kontrolliert und die Brandrauchentlüftung in der angrenzenden Halle geöffnet. Bei der Kontrolle der Frachtpapiere konnte kein Schadstoff im Container erkannt werden, es handelte sich ausschließlich um Küchengeräte. Die zwei Arbeiter, welche den Container geöffnet hatten, wurden vorsorglich durch das Rote Kreuz zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Durch Messungen wurde der Schadstoff im Container bestimmt

Um den Grund für den stechenden Geruch zu finden, rüstete sich ein Trupp der Feuerwehr mit Schutzanzügen aus und öffnete erneut den betroffenen Container, um eine Probe der Ladung zu entnehmen und mit ersten Messungen zu beginnen. In der Zwischenzeit trafen auch die Mitglieder des Schadstoffberatungsdienstes des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes ein, welche weitere Messgeräte an die Einsatzstelle brachten. Erhöhte Werte an Ammoniak und Kohlenwasserstoffen konnten festgestellt werden.

 Schadstoffeinsatz in Wiener Neustadt dauerte mehrere Stunden

Nach Beratung mit dem zuständigen Einsatzleiter und der Firmenleitung entschied man sich dazu, den gesamten Container unter Atemschutz zu entladen und die Fracht sowie den Seecontainer in einem gut belüfteten Bereich abzustellen. Abwechselnd in Gruppen von bis zu vier Feuerwehrmitgliedern wurde damit begonnen, unter Atemschutz die Ladung auf Palletten zu schlichten und diese mit Hilfe eines Staplers abzutransportieren. Insgesamt mussten 20 Einsatzkräfte über zwei Stunden in dem von den hochsommerlichen Temperaturen bis zu 60 Grad aufgeheizten Container arbeiten.

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