Gartengestaltung - Kein Garten ohne Stauden

Je kleiner der Garten, desto wichtiger sind die Stauden. Wie vielfältig die ausdauernde Pflanzengruppe wirklich ist, ist leider noch viel zu wenig bekannt.

Wenn im März/April der Garten aus dem Winterschlaf erwacht, beginnt auch die Pflanzsaison. Dann wird es höchste Zeit zu entscheiden, welche Pflanzen in den Garten sollen. Doch während für Gehölze in den modernen Gärten kaum noch Platz ist, erlauben es Stauden, auch auf kleinstem Raum üppige Gartenbilder zu komponieren. Denn passende Stauden gibt es für jeden Standort.

Was sind Stauden ?
Als Stauden bezeichnet man ausdauernde Pflanzen, deren Triebe – anders als bei Gehölzen – nicht verholzen. Statt permanent in die Höhe zu wachsen wie Sträucher oder Bäume, ziehen Stauden am Ende der Vegetationsperiode ein und treiben jährlich aus nahe am Boden überdauernen Knospen wieder aus. Bekannte Stauden sind Funkien, Herbstastern, Taglilien oder Fette Henne. Auch Farne und ausdauernde Gräser werden zu den Stauden gerechnet. Nicht zu den Stauden gehören botanisch übrigens viele Kräuter. So werden Lavendel, Thymian und Salbei zu den Halbsträuchern gerechnet, deren Triebe verholzen und regelmäßigen Rückschnittbenötigen. Bei den Stauden hingegen werden nur die toten Triebe abgeschnitten, nachdem im Herbst die Pflanzen ihre Kräfte in den bodennahen Bereich verlagert haben. Die größte Staudenauswahl findet man in einer gut sortierten Staudengärtnerei.
Hochstauden
Hiezu gehören z.B. Wald-Geißbart (Aruncus dioicus), Silberblatt (Lunaria rediviva) und Eisenhut (Aconitum napellus), die sich perfekt  als Hintergrund im schattigen Staudenbeet machen. Die heimischen Waldpflanzen entwickeln von Jahr zu Jahr größere Horste und entfalten eine zunehmende Blütenpracht. Der Wald-Geißbart, dessen frische Triebe früher gesammelt und wie Spargel zubereitet wurden, kann ein für Stauden biblisches Alter erreichen. Bis zu 100 Jahre überdauert die Pflanze am selben Platz – wenn man sie lässt.

Funkien
Diese aus Ostasien stammende Pflanzengattung ist ungeheuer vielfältig und überzeugt zugleich mit Blattschmuck und attraktiver Blüte. Die je nach Art und Sorte extrem großen, zum Teil graugrün bereiften Blätter sind Blickfang in jedem Schattengarten. Wenn sich dann im Juni/Juli die imposanten Blütenstände über der Pflanze erheben, ist die attraktive Staude nicht mehr zu übersehen. Funkien wirken besonders schön im Einzelstand oder kombiniert mit anderen Funkiensorten, Gräsern und Farnen.

  • VIENNA.AT
  • Balkonien 2008
  • Gartengestaltung - Kein Garten ohne Stauden
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen